Erik Meijer über die Montags-Erklärung von Michael Krüger

Von: Klaus Schmidt und Christoph Pauli
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Der Mann braucht breite Schultern: Erik Meijer bekommt einiges aufgeladen bei Alemannia. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Die Erklärung seines Trainers nach Spielende, die der Sportinformationsdienst (SID) bundesweit als großen Wutausbruch von Michael Krüger übertrieben beschrieb, bekam Erik Meijer kaum mit.

Alemannia Aachens Manager wollte eigentlich die Verträge mit Manuel Junglas und David Hohs öffentlichkeitswirksam unterschreiben. Nach dem grausamen 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf fand die Signatur in einem Hinterzimmer statt.

Die emotionalen Ausführungen von Michael Krüger hat Meijer inzwischen mit Verspätung wahrgenommen. Seine Reaktion: „Ich finde es gut, dass jemand Emotionen zeigt.” Für Meijer ist das Thema erledigt, auch weil ein viel größeres Thema ansteht. Dem Verein gehen die Spieler aus, die Krankmeldungen stapeln sich auf dem Tisch des Sportdirektors. „Wenn man 15 Spieler nicht zur Verfügung hat, wird es schon kritisch.”

Nach der jüngsten Niederlage meldeten sich Fiel, Casper und Kratz ab in Richtung Lazarett. „Es ist schon unglaublich, was hier passiert. So etwas habe ich in Aachen noch nicht erlebt.” Einziger Hoffnungsschimmer: Aachens Innenverteidigung wankt nicht, Olajengbesi und Herzig halten den Laden seit Wochen zuverlässig zusammen. Meijer hat Mitte der Woche das kleine Häuflein der Aufrechten in der Kabine besucht. Die Kritik nach der Derby-Niederlage blieb aus, vielmehr gab es den Appell: „Ihr müsst euch helfen, damit aus dieser Nottruppe ein gutes Team wird.”

Darauf setzt auch Michael Krüger. „Vor dem Spiel in Augsburg hatten wir eine ähnliche Situation”, sagt der Chefcoach in der Hoffnung, dass sich „plötzlich eine Truppe bildet, die sich gegenseitig an die Hand nimmt” - woraus „ungeahnte Stärke entsteht”. Im Übrigen kann Krüger die aufgeregten Reaktionen auf seine Montagabend-Ansprache nicht nachvollziehen. „Das ist übertrieben, wird viel zu hoch gehängt und war von einer Brandrede meilenweit entfernt.” Er habe niemanden angegriffen, „es war nur Ausdruck meiner momentanen Gefühlslage”. Vielleicht würde er allerdings demnächst den neuen Tivoli nicht mehr als „Postkasten” bezeichnen, „das war als Kosewort gemeint. Vielleicht hätte ich ,Postkästchen´ sagen sollen.”

Lazarus Alemannia ist schon am Samstag in Cottbus angemeldet. Erik Meijer vermutet, dass dann Uludag, Özgen und vielleicht auch Schattner in der Startformation stehen (müssen). Engelbrecht und Wilschrey sind inzwischen bereits Trainingsgäste bei den Profis. „So viel Kontakt wie Michael Krüger hat noch nie ein Trainer zur U23-Mannschaft gehabt.” Der Nachwuchs soll dazu beitragen, dass der Abstand zur Schmerzzone nicht kleiner wird.
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