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Emotionaler Abschied: Alemannias Sieg zum Saisonfinale

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Ein Haufen Freude: Alemannia bejubelt den letzten Saison- und zugleich Siegtreffer beim Nachwuchs des 1. FC Köln.

Köln. Schon vor dem Anpfiff hatte Timo Staffeldt „ein paar Tränen vergossen, als meine ganze Familie hier auftauchte“. Und es kamen noch ein paar Tränen mehr hinzu, als diese Saison zu den Akten gelegt wurde. „Es war sehr emotional“, Staffeldt beendete an diesem Samstagnachmittag seine Fußballer-Karriere und legte nicht nur die Kapitänsbinde von Alemannia Aachen ab.

Als die letzte Pflicht erledigt war, feierten die Fans Staffeldt mit Sprechchören und bewiesen noch einmal Selbstironie: „Die goldene Ananas erfolgreich verteidigt. Danke Jungs“, stand auf den Transparenten.

Mit einem 2:1 (1:1) bei der U 21 des 1. FC Köln verabschiedeten sich die Schwarz-Gelben und ein Team, das viele Mitglieder verliert. Philipp Gödde erzielte in der 91. Minute den finalen Treffer, Aachen blieb auch im zwölften Spiel in Folge ungeschlagen. „Wir haben wieder in den Schlussminuten ein Spiel für uns entschieden. Das hat uns immer wieder ausgezeichnet“, sagte Chefcoach Fuat Kilic.

Fejzullahu trifft früh

Köln hatte an diesem Samstag großen Sport im Angebot. In Müngersdorf ging es für den FC um den Einzug ins europäische Geschäft, in Deutz kämpften Russland und Kanada im Eishockey-Kracher schlechthin um das Ticket ins WM-Finale. Liebhaber des Regionalliga-Fußballs verabredeten sich unterdessen im Franz-Kremer-Stadion. Die rund 600 mitgereisten Aachener Fans unter den 800 Zuschauern durften bereits in der 5. Minute jubeln. Mergim Fejzullahu schloss eine Einzelaktion mit einem Schuss aus 18 Metern erfolgreich zu seinem neunten Saisontreffer ab. Und wenig später hatte Philipp Gödde das 2:0 auf dem Fuß.

Mit vier Änderungen (Sprint, Mohr, Kühnel und Fejzullahu für Depta, Mohammad, Dowidat und Hammel) war Chefcoach Fuat Kilic ins Saisonfinale gestartet. Aachen gestaltete die Partie zunächst souverän und abgeklärt, David Pütz, der vor dem Spiel seinen Vertrag am Tivoli um zwei Jahre verlängert hatte, überzeugte in der Spieleröffnung. Die Gäste kamen zu weiteren Chancen durch Joy-Lance Mickels und Fejzullahu. Doch von Minute zu Minute fand der „kleine FC“ mehr Gefallen am Spiel, die Gäste ließen sich das Heft aus der Hand nehmen. Zum auffälligsten Mann wurde Hikmet Ciftci, der einen Standard nach dem anderen platzierte. Alemannia reagierte nur noch und wurde bestraft: In der 44. Minute nahm Stanley Ratifo den Ball an, zog aus 14 Metern ab und glich für das Team von Ex-Profi Patrick Helmes aus.

„Spielen“ forderte Fuat Kilic kurz nach der Pause, als Mickels den Eigensinn übertrieb. Die Schwarz-Gelben drängten auf die erneute Führung, spielten ihre Offensivaktionen aber nicht strukturiert und konsequent aus. Für den angeschlagenen Meik Kühnel kam Dennis Dowidat zu seiner Abschiedsvorstellung im Alemannia-Trikot (74.). Kurz darauf dann doch noch ein Eintrag in die Chancen-Statistik: Timo Staffeldt spielte im Sechzehner Doppelpass mit Gödde, der Flachschuss des Kapitäns wurde um Zentimeter neben den Pfosten zur Ecke abgefälscht.

Gödde traf nach Pass des eingewechselten Ryo Suzuki freistehend das Außennetz – und auf Flanke von Nils Winter mit einem herrlichen Volleyschuss aus der Drehung dann doch noch in der Nachspielzeit zum 2:1-Erfolg. Augenzwinkernder Kommentar des letzten Torschützen in dieser Saison: „Das war so gewollt und geplant . . .“

Gut die Hälfte des Kaders lässt die Saison auf Mallorca ausklingen. Ob Gödde in der neuen Saison noch das Alemannia-Trikot trägt, ist ungewiss: „Ich denke, in dieser Woche eine Entscheidung verkünden zu können“, auch ein Drittligist habe angefragt. Fuat Kilic hofft unterdessen, dass „die Fans Geduld mitbringen, wenn wir hier was Neues aufbauen“.

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