Aachen - Eine Überraschung? „Die ist möglich“

Eine Überraschung? „Die ist möglich“

Von: Klaus Schmidt
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Weiter in der Erfolgsspur? Nils Winter (von links), Philipp Gödde und Mergim Fejzullahu. Foto: imago/Revierfoto

Aachen. Denkt Fuat Kilic an den nächsten Gegner, dann fällt dem Cheftrainer von Alemannia Aachen einiges ein. „Körperlich sehr robust. Noch ohne Niederlage. Sehr gute Mentalität, wie sie bei Rückständen zurückgekommen sind. Eine erfahrene Mannschaft mit einer gewissen Abgezocktheit. Sehr gute Offensive“.

Eine sehr gute Offensive mit Silvio Pagano, Gaetano Manno und der „Kante“ Ercan Aydogmus, der trotz seiner 37 Jahre immer noch recht flott unterwegs sei und der in dieser Saison bereits fünf Mal getroffen hat.

Aufsteiger Wuppertaler SV bittet am Montagabend (20.15 Uhr) ins Stadion am Zoo, bis zu 1000 schwarz-gelbe Fans werden erwartet. Der deutsche Profifußball hat Länderspielpause, und so wird die Regionalliga-Partie zum Live-Spiel bei Sport1. „Da werden viele vor dem Fernseher sitzen, die sonst 2. Liga gucken“, vermutet Kilic, „es ist schon etwas Besonderes für jeden, sich zu zeigen und den Verein hoffentlich vernünftig zu repräsentieren. Aber wir dürfen nicht anfangen, etwas ganz Spezielles bieten zu wollen.“

Nach dem ersten Heimsieg (3:2 gegen den Bonner SC) war Erleichterung am Tivoli spürbar, berichtet Dennis Dowidat. „Es war eine Befreiung. Und wenn wir so wie in der ersten Halbzeit spielen, ist es für jeden schwer, uns zu schlagen.“ Kilic war auch deshalb froh, „dass beide Stürmer getroffen haben“, Philipp Gödde und der eingewechselte Daniel Hammel.

„Diese Effektivität gilt es beizubehalten.“ Noch sieht der Trainer den Zeitpunkt für zu früh, um von einem sortierten Feld in der Tabelle zu sprechen. „Eine Tendenz kann man nach zwölf oder 15 Spielen absehen.“ Auch sein Offensivstratege Dowidat mag noch nicht beurteilen, was in diesem vierten Jahr Aachener Viertklassigkeit geht. „Aber von unserer Qualität her ist es möglich, für eine Überraschung zu sorgen.“

Jannik Löhden konnte nach einem leichten Muskelfaserriss wieder beschwerdefrei trainieren. „Unser einziger Pflegefall ist Joy-Lance Mickels“, sagt Fuat Kilic, „aber er arbeitet wieder mit der Mannschaft und individuell. Die konditionelle Basis ist jetzt da. Anfang nächster Woche geht Lance zu einem Kontroll-MRT.“ Im Zuge seiner Oberschenkelverletzung schon im zweiten Testspiel in Mariadorf hatten die Untersuchungen ergeben, dass der Schalker Zugang mit Beckenschiefstand und Hohlkreuz unterwegs war. Gegen das Hohlkreuz lässt sich nur wenig unternehmen, der Beckenschiefstand ist durch osteopathische Behandlungen korrigiert.

Noch ist die „neue“ Alemannia auswärts ungeschlagen und ohne Gegentor. Damit das auch am späten Montagabend weiterhin gilt, sieht Fuat Kilic seine „Aufgabe darin zu schauen, was von den Trainingsleistungen her – trotz des Sieges gegen Bonn – und was zum Gegner passt“. Änderungen in der Startelf seien nicht ausgeschlossen.

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