Ein „Tag des offenen Ohres” am Tivoli

Von: pa
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Hyballa
Alemannias Trainer Peter Hyballa will sein Team in die Spur bringen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Im Bochumer Rewirpowerstadion findet am Dienstag ein schöner Anschauungsunterricht statt. Mehr als 1500 Übungsleiter, die gerade den internationalen Trainerkongress besuchen, bekommen eine Lektion im „Umschalten auf Abwehr - Mannschaftstaktisches, Training (wettkampfgemäß, positionsbezogen)”.

Alemannias Trainer Peter Hyballa hat das Mikro in der Hand und wird die Lektionen für die wissbegierige Kundschaft ansagen. Als Demonstrationsgruppe hatte ihm der Veranstalter (Bund Deutscher Fußball-Lehrer) eine ortsansässige A-Jugend angeboten.

Hyballa reist lieber mit dem Großteil seines Profikaders an. (Die restlichen Spieler und etliche Nachwuchskräfte reisen mit Co-Trainer Eric van der Luer nach Reuver, wo um 19.30 Uhr am Sportpark Dijckerhof, Sint Jozefweg 64b, die Testpartie gegen den VVV Venlo angepfiffen wird).

Der 35-Jährige möchte lieber die eigenen Spieler um sich scharen. Die Mannschaft hat gerade einen unfeinen Fehlstart hingelegt, am Tivoli fand am Montag der „Tag des offenen Ohres” statt.

Hyballa brachte zur Besprechung keine Peitsche mit, verzichtete auch auf das Folter-Instrument „TV-Bilder” der Partie gegen Braunschweig. Stattdessen: Konstruktive Gespräche. „Die Mannschaft geht sehr selbstkritisch mit sich um.”

Etliche Spieler in diesem blutjungen Kader erfahren zum ersten Mal, wie sich Kritik in der Öffentlichkeit anfühlt. Die Gruppe ringt um gemeinsame Lösungen, die am Sonntag fehlten. „Die Mannschaft hat im Spiel keinen Ruck gespürt, sie war mit sich selbst beschäftigt.” Die Verantwortung wurde weitergereicht wie ein Staffelstab, es fand sich niemand, an dem sich das Team anlehnen konnte.

Das Gegenmittel ist so unspektakulär wie naheliegend: Arbeit. „Wir reden über Fußball, da kann man nicht ein Ergebnis wie einen Hasen aus dem Hut zaubern”, sagt Hyballa.

Zumindest als Ballzauberer ist Anouar Hadouir verpflichtet worden. Der 28-Jährige hat noch erheblichen Konditionsrückstand. Am Sonntag beim Pokalspiel in Karlsruhe soll er trotzdem auf der Bank sitzen. „Für 30 Minuten reicht es schon.”
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