Ein Alemannia-Mythos feiert Geburtstag

Von: eck
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Wünscht sich sein Lachen baldmöglich zurück: Geburtstagskind Michel Pfeiffer. Foto: M. Ratajczak

Vaals. Fürs Lachen und Feiern ist er immer zu haben - eigentlich. Aktuell steht Michel Pfeiffer, der am heutigen Montag 85 Jahre alt wird, aber nicht der Sinn auf eine große Fete.

Nach einem Treppensturz vor gut drei Monaten musste sich der Wahl-Vaalser einer weiteren Hüftoperation unterziehen. Diesen Eingriff hat der Jubilar zwar gut überstanden, hütet aber voraussichtlich noch zehn Tage das (Krankenhaus-)Bett.

Die ersten fußballerischen Meriten verdiente sich Pfeiffer in seinem Geburtsort Eschweiler bei der dortigen ESG. Und das geschah so nachhaltig, dass Alemannia Aachen auf ihn aufmerksam wurde.

1949 wechselte der Stürmer, der für präzise Flanken und kernige Torschüsse bekannt war, zum Tivoli. Dort wurde das wohl wichtigste Kapitel seiner Biographie geschrieben.

Es handelt von einem erfolgreichen Fußballer (am 1. Dezember 1954 lief er beispielsweise zum aus verschiedenen Gründen einzigen Mal im Trikot der Weltmeisterelf ins mit 100.000 Zuschauer besetzte Wembley-Stadion ein), einer Trainer-Legende - und letztlich von einem Mythos.

Der Name Michel Pfeiffer ist untrennbar verbunden mit den besten Jahren des Traditionsvereins. Nachdem er in Schwenningen erste Erfahrungen gesammelt hatte, kam 1967 das Angebot, die Cheftrainer-Position in Aachen zu übernehmen. Dafür bedankte sich der Familienvater postwendend - auf Anhieb führte er die „Kartoffelkäfer” zum ersten Mal in die Bundesliga.

Nach dem souveränen Klassenerhalt in der Premierensaison folgte 1969 der nächste Höhepunkt: Die Alemannen durften sich auf dem in Schwarz und Gelb getauchten Markt als Deutscher Vizemeister feiern lassen.

Auch wenn es danach die Trennung gab, ist das Verhältnis zwischen Michel Pfeiffer und „seinem” Verein, in dessen Ältestenrat er nach wie vor sitzt, innig. Die Heimspiele der Zweitliga-Profis waren und sind Pflichttermine.

Das ändert nichts daran, dass es der Jubilar stets verstanden hat und weiterhin versteht, dem Stützpfeiler seines Lebens den ihm gebührenden Raum zu geben - seiner Familie. Ehefrau Christine, Tochter Brigitte, Sohn Michael und drei Enkelkinder revanchieren sich mit viel Verständnis dafür, dass halt schwarzgelbes Blut durch seine Adern fließt.

Sie hoffen mit vielen anderen, dass „der Michel”, wie er liebevoll genannt wird, schon bald wieder einem weiteren Hobby frönen kann - dem Lachen. „Selbst ein Blinder würde mich daran erkennen”, hat er mal gesagt.
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