Egal, wer sucht: Es geht schief an der Krefelder Straße

Von: Klaus Schmidt und Christoph Pauli
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Aachen. Anlass zur Fahndung bestand bei Alemannia in den letzten Monaten ausreichend. Die Fluktuation ist hoch, es herrscht ein Kommen und Gehen wie bei einem gut besuchten Stehempfang. Gesucht und gefunden wurde von unterschiedlichen Gremien und Personen, was auf ein strukturelles Problem des Klubs hinweisen könnte.

Der Erfolg jedenfalls war überschaubar, die Lorbeeren zur Begrüßung waren schnell verwelkt. Eine Übersicht.

Trainer

Guido Buchwald wurde vom damaligen Sportdirektor Jörg Schmadtke vorgeschlagen, der satzungsgemäß einbezogene Aufsichtsrat genehmigte die Personalie. Vertragsbeginn: 1. Juli 2007, Laufzeit: bis 30. Juni 2009. Am 26. November 2007 wurde der Weltmeister beurlaubt - 582 Tage vor Vertragsende. Buchwald galt später als Kandidat für den Co-Trainer-Posten neben Jürgen Klinsmann bei Bayern München und für die Nachfolge von Markus Babbel beim VfB Stuttgart, ins Gespräch gebracht durch - sich.

Jürgen Seeberger hieß der nächste Versuch, vorgeschlagen von Jörg Schmadtke und Scout Hermann Grümmer. Vertragsbeginn: 2. Januar 2008, Laufzeit: bis 30. Juni 2009, vorzeitig verlängert durch den nun amtierenden Sportdirektor Andreas Bornemann bis 30. Juni 2010. Am 5. September 2009 wurde Seeberger beurlaubt, 298 Tage vor Vertragsende.

Michael Krüger, vorgeschlagen nach wochenlanger Recherche von Bornemann, obwohl der eigentlich lieber Peter Vollmann gehabt hätte. Vertragsbeginn: 22. September 2009, Laufzeit: bis 30. Juni 2011.

Sportdirektor

Andreas Bornemann, vorgeschlagen von der Findungskommission (Frithjof Kraemer/Geschäftsführer, Erik Meijer/Marketing). Zu den Fahndern gehörte zunächst auch noch Eric van der Luer, dem unterwegs aber auffiel, dass er den Posten auch bekleiden könnte und ein Konzept abgab.

Bornemanns Vertragsbeginn: 3. Januar 2009, Laufzeit: bis 30. Juni 2010. Am Ende ging es nicht mehr um eine Verlängerung des Kontrakts, wie von Kraemer beabsichtigt, am 29. November 2009 war Bornemann - 213 Tage vor Vertragsende - durch den Aufsichtsrat beurlaubt.

Vorgänger Jörg Schmadtke schickte eine Bewerbung, nachdem er im „Kicker” eine Stellenanzeige gelesen hatte. Im Sommer 2001 wurde er erfolgreich von Hans Bay, Dirk Courté, Manfred Grandt (damaliges Präsidium), Michael Westkamp (Vorstand Aachen Münchner) und Jürgen Linden (damals Chef des Verwaltungsrats) gecastet.

Präsident

Und auch im Verein verlief die Personalsuche zuletzt nicht ganz komplikationsfrei. Günter Reinartz wurde vorgeschlagen vom Verwaltungsrat. Abgelehnt durch die Mitgliederversammlung - ein bislang einmaliger Vorgang in der Vereinsgeschichte. Der zweite Versuch mit Dr. Alfred Nachtsheim verlief dann reibungslos.

Der nächste Sportdirektor

Der Nachfolger Bornemanns wird von Geschäftsführer Kraemer herausgefiltert, wahrscheinlich ist, dass auch zwei, drei Mitglieder des Aufsichtsrats mit in die Suche einsteigen. Das exakte Verfahren wird noch besprochen. Die Zuständigkeiten des Aufsichtsrates sind (einsehbar) im Gesellschaftsvertrag der GmbH geregelt. Was jedoch genau der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf, ist exakt in der vom Aufsichtsrat beschlossenen „Geschäftsführer-Geschäftsordnung” festgelegt. Ein internes Papier.
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