Dowidat: „Ich bin ein Wohlfühlspieler“

Von: Christoph Pauli
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Braucht viel Ballbesitz: Dennis Dowidat. Foto: sport/reviersport

Aachen. Niemand hat nach den ersten beiden erfolgreichen Spieltagen geglaubt, dass die Aachener übers Wasser gehen können, und nach dem ersten Rückschlag glaubt auch niemand, dass Alemannia in der Regionalliga untergehen wird. „Wenn man sein Maximum abruft, kann man jeden in der Liga schlagen“, sagt Peter Schubert.

Im anderen Fall verliert man dann auch schon mal sang- und klanglos in Lippstadt. „Wir waren richtig schlecht, hätten trotzdem nicht verlieren müssen“, ärgert sich Dennis Dowidat noch Tage später. Das Spiel ist archiviert, Samstag (14 Uhr) findet das nächste Duell mit der „Zweiten“ des 1.FC Köln statt, die ebenfalls nach zwei Siegen einen Dämpfer erhielt. 4250 Tickets (davon 2750 Dauerkarten) sind vergriffen, wegen des erwarteten Andrangs rät Alemannia zur rechtzeitigen Anreise.

Dowidat freut sich auf den Nachmittag. „Heimspiele mit diesen Fans sind ein Geschenk.“ Er wird wieder mit der Startnummer 10 auflaufen, die er sich nach einem fairen Kabinen-Duell gesichert hat. Für die begehrte Nummer gab es mehrere Bewerber. Dowidat konnte für sich reklamieren, einer der ersten Neuzugänge gewesen zu sein. Schließlich überzeugte er seinen Herausforderer Abedin Krasniqi.

Ein lupenreiner „Zehner“ ist Dowidat deswegen noch nicht. „Ich habe schon alle Stationen im Mittelfeld gespielt.“ Für sein Spiel braucht er regelmäßigen Ballbesitz, sonst verkümmert er wie eine Primel ohne Wasser. Unter Peter Schubert rückt er meistens über die linke Seite heran. Er soll mehr in die Tiefe gehen, als er das von seinen bisherigen Arbeitgebern kennt. An guten Tagen ist er ein rasanter Zuarbeiter, aber auch an weniger guten Tagen ist er ein herausragender Mann für ruhende Bälle und ein präziser Scharfschütze. Vor zwei Wochen gegen Verl traf er fulminant aus großer Entfernung in die Maschen. „Dieses Tor vor unserer Fankurve war einer der schönsten Momente meiner Karriere.“

Diese fand im wesentlichen in der Nachwuchsmannschaft von Borussia Mönchengladbach statt. Bei der U17-WM ging sein Stern auf, aber noch ist seine Karriere ein Versprechen, eine vielversprechende Andeutung, zu welchen Leistungen er in der Lage ist. „Er ist für uns ein sehr wichtiger Spieler geworden“, sagt Schubert, räumt aber auch ein: „Er kann sich in allen Bereichen verbessern.“ Gespielt hat Dowidat in Gladbach immer, erst als er in der Hinrunde der letzten Saison zu Preußen Münster wechselte, lernte er die Auswechselbank kennen. „Eine neue Erfahrung für den Kopf.“

In Aachen gehört er nun zu dem Trupp, der mit viel Elan den Laden wieder reparieren will. Er ist schon fast überrascht, wie ruhig und abgeschirmt die Mannschaft sich vorbereiten kann. „Ich hatte es fast noch etwas chaotischer erwartet.“ Er schwärmt nach kurzer Zeit von dem Zusammenhalt in der Gruppe, spürt das Vertrauen seiner neuen Ausbilder. Dieser Spaß ist ihm sehr wichtig. „Ich bin ein Wohlfühlspieler.“ Er sucht die Nähe zu seiner Familie in Düsseldorf, bildet deswegen fast täglich eine Reisegruppe mit den Kollegen Marco Neppe, Jochen Schumacher und Florian Abel.

Dowidat wird Samstag gegen Köln auflaufen, andere Positionen sind noch offen. Schubert muss die gesperrten Hackenberg und Krasniqi ersetzen, erwägt noch weitere Veränderungen. Seinen Scharfschützen Dowidat wird er wieder in Stellung bringen.

Mögliche Aufstellung: Löhe - Schumacher, Thackray, Lünenbach, Lejan - Sangare, Marquet, Neppe, Dowidat - Yoshihara, Garcia

Schiedsrichter: Andreas Steffens (Euskirchen)

Bilanz: 6 Spiele - 3 Siege, 3 Niederlagen/7:6 Tore

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