Der Alemannia-Kader für die Saison 2017/18

Von: bph
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Der neue verlängerte Arm von Trainer Fuat Kilic auf dem Platz: Nils Winter übernimmt das Kapitänsamt von Timo Staffeldt, der seine Karriere beendet hat. Foto: Gras

Aachen. Alemannias Trainer Fuat Kilic musste seinen Kader nach der abgelaufenen Saison kräftig umbauen. Gleich zwölf Spieler verließen den Tivoli, ebenso viele Zugänge galt es für Kilic in der Vorbereitung zu integrieren. Wie gut das funktioniert hat, wird sich am Freitag im Auftaktspiel der neuen Spielzeit zeigen.

Um 19.30 Uhr erfolgt der Anpfiff gegen die Zweitvertretung von Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Vorab stellen wir den Kader der Schwarz-Gelben vor, der mit 23 Jahren im Durchschnitt zu den jüngsten in der Regionalliga West zählt (nur die Nachwuchsmannschaften aus Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf und Dortmund sind noch jünger).

Trainer

Er wollte bleiben, dann gab er seinen Abschied bekannt und nun nimmt er weiter den Platz auf der Trainerbank ein: Im Januar 2016 kam Fuat Kilic an den Tivoli und seit dem Abgang von Alexander Klitzpera ist er auch noch als Sportlicher Leiter für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Als bekannt wurde, dass er den Verein zum Saisonende verlassen will, bewegte ihn die Zuneigung, die ihm Fans und Verantwortliche entgegenbrachten, noch einmal zum Nachdenken. Trotz der schwierigen finanziellen Situation entschloss er sich das abenteuerliche Kapitel Alemannia Aachen fortzuschreiben, so dass er seinen Vertrag verlängerte. Um die zum Teil prominenten Abgänge zu kompensieren, verpflichtete Kilic viele junge und talentierte Spielern, die er weiterentwickeln will.
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Tor

Pascal Nagel und Philip Sprint haben die Kaiserstadt verlassen. Für Kilic dürften die Abgänge aber verkraftbar sein, da mit Marc Depta ein junger, aufstrebender Torwart gehalten wurde, der in der abgelaufenen Saison sein Potenzial schon angedeutet hat.
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Mit Patrick Nettekoven steht ihm ein erfahrener Keeper zur Seite, der zugleich auch als Torwarttrainer aktiv sein wird. Der Dritte im Bunde ist Akif Sahin, der aus Friesdorf zur Alemannia kam.
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Abwehr 

Um die defensive Abteilung musste sich Kilic in der Sommerpause viele Gedanken machen, denn mit Jannik Löhden, Jerome Propheter und Dominik Ernst haben den Verein gleich drei Stammkräfte und Führungsspieler verlassen. Darüber hinaus sorgten sie auch in der Offensive immer wieder für gefährliche Aktionen. Allein Jannik Löhden sorgte mit seiner Körpergröße von 2,01 Meter regelmäßig für Kopfballtreffer. Immerhin konnte mit Linksrechtsverteidiger Nils Winter eine Stammkraft gehalten werden. Der neue Kapitän will seine neuen Mitstreiter möglichst schnell auf Kurs bringen, um den Laden dicht zu halten. Für junge Spieler wie Maurice Plunktke sind die Abgänge auf jeden Fall eine Chance, sich zu beweisen. Und mit Alexander Heinze und seinen fast zwei Metern Körpergröße dürfte auch das ein oder andere Kopfballtor möglich sein.
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Mittelfeld 

Mit Timo Staffeldt hat zum Ende der vergangenen Saison nicht nur der Kapitän der Mannschaft seine Karriere beendet, Fuat Kilic hat auch seinen erfahrensten Akteur verloren. Mit Dennis Dowidat, der nach Wuppertal gewechselt ist, Florian Rüter, der sich in der neuen Saison das Trikot für den KFC Uerdingen überstreift, und dem schnellen Joy-Lance Mickels, der jetzt die Schuhe für Wacker Nordhausen schnürt, sind weitere Stammkräfte von Bord gegangen. Mit David Pütz, Meik Kühnel und Dauerbrenner Tobias Mohr wurden dagegen talentierte Jungkräfte gehalten. Mit Kai Bösing wurde zudem ein Spieler aus der Region zurückgeholt, der bei Fortuna Köln bereits Drittligaluft schnupperte.
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Auch Tobias Lippold, der aus Düsseldorf kam, und Ilias Azaouaghi, den man vom SC Teutonia Watzenborn-Steinberg abwerben konnte, haben in den Testspielen bereits angedeutet, dass sie heiß auf die neue Aufgabe am Tivoli sind.
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Sturm

Die Vertragsverlängerung von Mergim Fejzullahu war alles andere als sicher, doch der Top-Torjäger der vergangenen Saison will das Vertrauen von Fuat Kilic in ihn mit seinem Verbleib zurückzahlen.
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Mit Philipp Gödde hat der Zweitplatzierte der internen Torschützenliste den Klub allerdings in Richtung Oberhausen verlassen. Dafür konnte Junior Torunarigha in die Kaiserstadt gelotst werden. Der 27-Jährige war zuletzt in der Eerste Divisie für Fortuna Sittard unterwegs. Ausgebildet wurde er bei Hertha BSC. In der Vorbereitung wurde schnell sichtbar, was den bulligen Stürmer auszeichnet: Zug zum Tor und ein starker Schuss. Zudem kann Fuat Kilic auf Ryo Suzuki und Daniel Hammel zurückgreifen, die beide ein weiteres Jahr das Alemannia-Trikot tragen werden.
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Nach den ersten Spielen wird Fuat Kilic eine erste Bestandsaufnahme vornehmen. Denn dann dürfte eine erste Tendenz zu sehen sein, in welche Richtung die Saison für die Tivoli-Truppe gehen wird. Potenzial ist vorhanden, bei einer so jungen Truppe sind Leistungsschwankungen aber fast schon programmiert.

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