Aachen - Demais Comeback-Partie endet 0:0

Demais Comeback-Partie endet 0:0

Von: Christoph Pauli
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War am Samstag gegen die Sportfreunde Siegen wieder mit von der Partie: Aimen Demai. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Er kam als letzter aufs Spielfeld, aber die gute Nachricht hatte sich natürlich schon herumgesprochen: Aimen Demai ist wieder da. Fast anderthalb Jahre ist es her, dass der Tunesier damals noch für den Drittligisten auflief. Und der 31-Jährige durfte dann auch gleich den Anstoß ausführen.

Demai bekam die Spielmacherrolle an diesem Nachmittag übertragen.  „Ich bin mit einigen Fragezeichen aufgelaufen“, sagt der  gestandene Profi.  Der Rhythmus fehlte naturgemäß, aber sein erster Einsatz über 73 Minuten war dann ein kleines Versprechen. „Das Fragezeichen ist etwas kleiner geworden“, sagt Demai am Ende seiner langen Leidenszeit. 0:0 endete seine Comeback-Partie gegen die Sportfreunde Siegen vor 5600 Zuschauern am Tivoli.

Das Ergebnis dokumentiert recht anschaulich die aktuellen Trends bei Alemannia. Die Mannschaft steht stabil, gönnt  dem Gegner wenig Raum und Möglichkeiten. Siegen bot dem Gegner bereitwillig viel Raum an. „Wir haben mitbekommen, dass sie anfällig sind, wenn sie das Spiel machen müssen“, erklärte Trainer Matthias Hagner seinen Matchplan. So ganz ging der nicht auf, weil Aachen diszipliniert in der Ordnung blieb. „Vor ein paar Monaten  wären wir dem Gegner noch ins offene Messer gelaufen“,  vermutete Trainer Peter Schubert. Selbst bei Standards ist das Team längst nicht mehr so anfällig wie zum Beispiel noch im trostlosen Hinspiel. 

Die Defensivspieler Michael Lejan und Marco Neppe räumen zuverlässig ab, und wer den ersten Verteidigungsring überwunden hat, wird dann spätestens von den humorlosen  Innenverteidigern Marcus Hoffmann und Peter Hackenberg   gebremst. Das gute Quartett hatte dann an diesem feuchtkalten Nachmittag einen größeren Anteil am torlosen Remis. Der andere Trend ist dann auch durchaus stabil. Die Mannschaft ist nicht sonderlich torgefährlich, im letzten Drittel knirscht es dann doch gewaltig, konkrete Abschlüsse oder  präzise Spielzüge sind eine Rarität.

Was bleibt, ist die gewachsene Qualität bei eigenen ruhenden Bällen, die direkt im Hoheitsgebiet von Demai lagen. Dessen Freistoßflanke  schon nach drei Minuten köpfte Hoffmann aus spitzem Winkel knapp übers Tor.  Das war auch gleich die beste Aachener Gelegenheit, für etwas mehr Abwechslung auf der Anzeigetafel zu sorgen. Die spielstarken Gäste – ungeschlagen in der Hinrunde – mieden ebenfalls das Risiko. Zouhair Bouadoud steckte durch für Alexander Hettich, der an Aachens Keeper Frederic Löhe scheiterte (30.). Da war aus der Nachmittagspartie bereits ein Flutlichtspiel geworden. 

Aachen reklamierte einen Strafstoß, als der agile Linksverteidiger Jannik Stevens unsanft von Mark Zeh aus dem Wertung genommen wurde (59.). Das wäre dann für Aimen Demai die Gelegenheit gewesen, sein feines Comeback abzurunden. Die Elfmeterschützen sind nicht festgelegt, die  Spieler treffen die Entscheidung selbst am Tatort. Aber so weit kam es nicht, weil Schiedsrichter Florian Heien nichts Strafwürdiges an dem Zweikampf entdecken konnte. 

Die Partie plätscherte ein wenig dahin, Schubert vermied weiteres Risiko bei seinen Wechseln, mit dem verdienten  Punkt gegen das Spitzenteam freundete sich der Trainer frühzeitig an. Es blieb dabei, weil Bouadoud nur das Außennetz traf (69.) und dann Löhe noch einmal gekonnt gegen Hettich rettete (83.). Aimen Demai ging erleichtert nach Hause. „Es war ein guter Anfang. Man hat gesehen, dass mir Spielpraxis und damit auch Spritzigkeit fehlen. Aber ich habe sehr lange auf diesen Tag gewartet, und manchmal schien er ganz weit weg.“

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