Das erste Zeichen in Alemannias Aufbruch-Saison?

Von: Christoph Pauli
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Aachen. Dann geht sie also los, die Aufbruchsaison. Alemannia startet das Spieljahr in Mecklenburg-Vorpommern, beim Torgelower SV Greif.

Der Verein war bei der Auslosung für das Pokalspiel noch ein unbekanntes Wesen. Folglich hat Co-Trainer Willi Kronhardt den Fünftligisten bei einem Vorbereitungsspiel beobachtet.

Nach 1600 Kilometern stand fest: „Das ist eine ganz normale Mannschaft.” Sie besitzt weder einen dreiarmigen Torwart, noch einen 2,28 Meter großen Mittelstürmer oder leopardenschnelle Angreifer.

„Aber für Torgelow ist es das Spiel des Jahres vor ein paar tausend Zuschauern”, beschreibt Aachens Trainer Jürgen Seeberger den berühmten David-Effekt.

So weit die Theorie, in der Praxis soll das ewige Pokalgesetz keine Rolle spielen. „Wir müssen sie einfach schlagen, eine Oberliga-Mannschaft darf uns grundsätzlich nicht gefährden.”

Babacar Gueye macht die Reise mit, die am Samstag beginnt und erst am Montag endet. Der Senegalese hat aber noch kaum in Aachen trainiert. Überraschungen in der Aufstellung sind nach den wenigen Testspielen nicht zu erwarten.

Sie wird kaum von der Bremen-Formation abweichen. Seeberger hält auch in dieser Spielzeit am 4-4-2-System fest.

Eine der spannenderen Fragen ist, ob Andreas Lasnik oder Patrick Milchraum nach dem Weggang von Lewis Holtby endlich ihre Chance dauerhaft nutzen können.

Die Außenpositionen im Mittelfeld sind noch zu vergeben. Auf der rechten Seite hat Florian Müller die Nase vorn, auf der Gegenseite sammelt der Trainer noch Bewerbungen.

Im Aachener Etat ist nur das Erreichen der ersten Pokalrunde vorgesehen, für die nächste Etappe gäbe es 237.000 Euro nur an TV-Geldern.

Der Handlungsspielraum von Manager Andreas Bornemann würde größer. Ohnehin, so sagt Aufsichtsrats-Vorsitzender Jürgen Linden, gebe es kurzfristig noch Mittel, „um in Qualität zu investieren”. Die Fahndung läuft immer noch „auf ein, zwei Positionen”, meint der Manager.

Ein Defensivspieler mit der Lizenz zum Innenverteidiger und/oder ein offensiver Mittelfeldspieler sind ausgeschrieben. Aber auch schon jetzt, habe man das eingespielte Team „nicht nur ergänzt, sondern auch verstärkt”. Und das soll als Erster der Oberligist am Sonntag zu spüren bekommen.

Der Stapellauf zur neuen Saison soll auch an der Seenplatte problemlos verlaufen. „Wir wollen das erste Zeichen für uns setzen”, meint Seeberger.

„Werde versuchen, Benjamin Hallo zu sagen”

Beim Anpfiff des Pokalkrachers am Sonntag (16 Uhr) zwischen Oberligist Torgelower SV Greif und Alemannia Aachen wird bei Christian Gude etwas Trauer aufkommen.

Gerne wäre er gegen Benjamin Auer angetreten. Beide spielten zusammen in der U15 und U16 des DFB. Gude wird die Partie nur als Zuschauer verfolgen können.

Berufliche Aufgaben verhinderten eine optimale Vorbereitung. Gude: „Ich werde aber versuchen, Benjamin nach dem Spiel Hallo zu sagen.”

Vorgenommen haben sich die Torgelower gegen den Zweitligisten so einiges. „Wir wollen so lange wie möglich die Partie offen gestalten. Wir werden aber nicht im Hurra-Stil spielen oder uns hinten einigeln.

Das wäre das Dümmste”, sagt Trainer Dieter Timme. Ein Weiterkommen wäre für den Coach eine Sensation.

Mögliche Aufstellung:

Stuckmann - Casper, Olajengbesi, Szukala, Achenbach - Müller, Fiel, Burkhardt, Milchraum - Nemeth, Auer
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