„Dann würden sich alle Gedankenspiele erledigen...“

Von: pa
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Fußball Regionalliga West 3.Spieltag: Rot-Weiss Essen - Alemannia Aachen am 16.08.2014 im Stadion Essen in Essen Marcus Hoffmann ( Aachen ) Football third division West 3 Matchday Red White Eat Alemannia Aachen at 16 08 2014 in Stadium Eat in Eat Marcus Hoffmann Aachen

Aachen. Die Revanche am Freitagabend ist geglückt: Alemannia Aachen schlug den SC Wiedenbrück mit 2:1. Nach dem Spiel hat Christoph Pauli sich mit Abwehrspieler Marcus Hoffmann unterhalten.

Wie fällt Ihr Fazit nach dem Spiel gegen Wiedenbrück aus?

Hoffmann: Wir haben von Anfang das Spiel kontrolliert. Das Gegentor war verkehrte Welt. Aber das hat uns nicht aus der Bahn geworfen. Es gab keine Nervosität, wir hatten ja noch genügend Zeit.

Kosten die Spiele auch deswegen noch zusätzlich Kraft, weil die Mannschaft nur selten ihre Dominanz in Treffer umwandelt?

Hoffmann: Vollkommen richtig, das ist eine zusätzlich Belastung. Wir müssen daran arbeiten, solche Spiele früher zu entscheiden.

Sie sind in der ersten Halbzeit, als die Partie unterbrochen war, weil Gegenstände aufs Spielfeld flogen, vor die Fantribüne gesprintet. Aber nicht, um die Vandalen zu beruhigen, sondern, um sich den gegnerischen Torwart vorzuknöpfen.

Hoffmann: Es ist völlig daneben, Gegenstände in Richtung Rasen zu werfen. Das schadet allen. Aber der Keeper hat von der ersten Sekunde an nur provoziert. Ich habe ihm nahegelegt, dass er mal ein bisschen aufpassen soll. Dann habe ich ihm geholfen, die Feuerzeuge aus dem Strafraum zu werfen, damit es endlich weitergehen konnte.

Die Mannschaft hat unbegrenzten Ausgang nach dem Spiel. Wo waren Sie tanzen?

Hoffmann: Wir hatten einen Mannschaftsabend. Ich war aber nur kurz da, weil ich am Wochenende kurz in Berlin war.

Während Sie in der alten Heimat sind, hat Gladbach Essen geschlagen. Ist RWE damit abgeschüttelt?

Hoffmann: Zehn, oder sogar elf Punkte Abstand ist viel Holz, auch wenn noch 30 Punkte zu vergeben sind. Neben Mönchengladbach kann aber noch Viktoria Köln mit zwei Erfolgen in den Nachholspielen wieder aufschließen.

Was halten Sie von der Weisheit, dass der Sturm Spiele, die Abwehr aber Meisterschaften entscheidet?

Hoffmann: (lacht) Das ist so, aber die Defensive beginnt vorne. Wie Taku Ito den Gegner angelaufen ist, war Wahnsinn. Der ist wie ein Duracell-Hase unterwegs gewesen, der brauchte einen Stuhl in der Dusche, so viel ist der gelaufen. Das ein super fleißiger Junge, immer der erste beim Training, immer bereit, mehr zu arbeiten.

Geht es immer nur um das nächste Spiel, oder ist intern längst die Meisterschaft als Ziel ausgerufen?

Hoffmann: Dass wir da oben bleiben wollen, ist kein Geheimnis. Aber wir gehen es von Spiel zu Spiel an, ohne uns große Gedanken zu machen, was wäre wenn.

Viele Verträge am Tivoli laufen aus. Der Verein weiß im besten Fall erst Ende Mai, in welcher Liga er fortan starten wird. Bedeutet das für die Spieler, dass sie abwarten?

Hoffmann: Das muss jeder selbst entscheiden. Ich will mich dazu auch nicht großartig äußern. Seitdem ich mal ein paar Monate arbeitslos war, bin ich auch ein bisschen entspannter geworden.

Es ist der erklärte Wille des neuen Managers, das Team zusammenzuhalten. Würden Sie es noch ein Jahr in der Regionalliga aushalten?

Hoffmann: Wir sind in Gesprächen. Am einfachsten wäre es, wenn Alemannia aufsteigen würde, dann würden sich viele Verträge wie auch meiner automatisch verlängern. Dann würden sich alle Gedankenspiele erledigen.

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