Essen - Dagistan trifft erneut: Alemannia Aachen bleibt ungeschlagen

Dagistan trifft erneut: Alemannia Aachen bleibt ungeschlagen

Von: anü
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Die Alemannia konnte am Samstag gegen RW Essen ein Unentschieden holen. Foto: Gras

Essen. Die 12.097 Zuschauer im Stadion an der Hafenstraße sahen hitzige 90 Minuten am dritten Spieltag der Regionalliga West. Rot-Weiss Essen darf sich insbesondere über den Punktgewinn freuen, nachdem Sven Kreyer bereits nach 15 Minuten des Feldes verwiesen wurde.

Der Gastgeber erwischte den eindeutig besseren Start in die Partie. Während Aachen zu Beginn Schwierigkeiten hatte, die Ordnung zu finden, machte die Elf von Marc Fascher bereits früh Druck. Tim Hermes, der vor Jahren in der U23 der Alemannia kickte, setzte nach zehn Minuten einen Freistoß aus 17 Metern an den Pfosten.

Nach einer Viertelstunde wurde die Dominanz von RWE mit einem Schlag vernichtet. Angreifer Kreyer trat nach einem Foul von Michael Lejan nach und bekam zurecht die rote Karte von Schiedsrichter Daniel Rott. Fortan kontrollierte der TSV die Partie und kam zu einigen guten Torchancen. Allerdings setzte das nächste Ausrufezeichen wieder Essen.

Hermes, auffälligster Akteur auf Seiten der Heimmannschaft, brachte einen Freistoß aus gut 40 Metern herein. Die Kugel wurde lang und länger, sprang auf den Boden und von da aus in den linken Winkel des Aachener Tores. Frederic Löhe war bei diesem Gegentreffer machtlos, da gleich mehrere Mit- und Gegenspieler am Ball vorbeisegelten.

Bereits vor der Halbzeit hätte der Gast den Rückstand egalisieren können. Die Schubert-Elf spielte gut nach vorne, erarbeitete sich viele Chancen, jedoch konnte Verteidiger Dominik Ernst das Leder zweimal nicht unterbringen. Insbesondere in der 43. Minute hätte der Neuzugang treffen müssen, als er nach einem tollen Zuspiel von Damagoj Duspara mutterseelenallein zum Abschluss im Sechzehner kam.

Wo Marcel Platzek kurz vor dem Pausenpfiff am starken Löhe scheiterte, vergab der RWE-Angreifer kurz nach der Halbzeit . Nach einer Grabe-Flanke ließ der Stürmer das Leder mit der Brust abtropfen und nahm das Spielgerät als Seitfallzieher - knapp über den Kasten der Alemannia.

Aachen diktierte die Partie nach Belieben. Kapitän Aimen Demai und der erfahrene Lejan brachten viele Standardsituationen in die Gefahrenzone, allerdings wurde keine Abschlussmöglichkeit genutzt. Nach knapp 70 Minuten zog Flügelflitzer Rafael Garcia aus 20 Metern ab und scheiterte am Aluminium. Essen verbarrikadierte den eigenen Sechzehner und es machte den Anschein, als würde der Gastgeber den Dreier über die Zeit retten.

Allerdings hatte Gäste-Coach Schubert wieder ein goldenes Händchen: Neuzugang Sahin Dagistan, der bereits in der vergangenen Woche gegen Hennef für Aachen als Einwechselspieler treffen konnte, markierte nur eine Minute nachdem er den Platz betreten hatte den Ausgleich. Ernst setzte sich auf der rechten Seite durch und kam frei zum Flanken. Dagistan (73.) köpfte den Ball zum 1:1 ins Netz. Essens starker Schlussmann Niclas Heimann war in dieser Situation chancenlos.

Wer jetzt dachte, dass die letzten 15 Minuten zu einem spannenden Kampf werden würden, wurde enttäuscht. Die Aachener bemühten sich zwar nach Kräften, aber Essen verteidigte gut und rettete den Punkt über die Zeit.

Alles in allem hätte Alemannia Aachen die Überzahlsituation besser ausnutzen müssen. Zwar zeigte RWE gute Aktionen in der Defensive, dafür ließen die Tivoli-Kicker zu viele Hochkaräter liegen, um sich den Sieg zu verdienen. Auch wenn es während der 90 Minuten einige hitzige Situationen in Form von Rudelbildungen gab, war es eine faires Match. Beide Traditionsmannschaften bleiben ungeschlagen und setzen sich im oberen Tabellendrittel fest.  

Den Live-Ticker gibt es hier zum Nachlesen.

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