Aachen - Christian Benbennek: Geburtstag ohne Feierlaune

Christian Benbennek: Geburtstag ohne Feierlaune

Von: pa
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Alemannias Cheftrainer hat nach der jüngsten Niederlage in Düsseldorf die schützende Hand von seinen Spielern weggezogen. Foto: Revierfoto

Aachen. Vermutlich hat es ungefähr 42 fröhlichere Geburtstage für Christian Benbennek gegeben. Alemannias Trainer ist die gute Laune nach der nächsten Niederlage, am Sonntag gegen Düsseldorf II, gründlich vergangen.

„Wir machen so unglaublich viele Fehler“, sagt er auch noch am Tag danach, als eigentlich ein bisschen gefeiert werden sollte. Das Team schaltet nicht gut um, setzt in der Offensive kaum Akzente, ist handzahm unterwegs, leistet sich unfassbare Fehler in der Spieleröffnung. Die Mängelliste wird nicht kleiner im Laufe der Saison, Entwicklung: Fehlanzeige.

Benbennek hat bereits ein paar Kapitel aus dem Trainer-Lehrbuch aufgeschlagen, um den schlechten Trend zu stoppen. Suspendierung, Einzel- und Gruppengespräche, größere Trainingsumfänge. Der gewünschte Effekt verpuffte schnell wieder. Der 43-Jährige zieht nun die schützende Hand von seinen Spielern weg, die er zumindest öffentlich seit Amtsbeginn schont. „Wenn die Gespräche nicht fruchten, können wir sie auch sein lassen. Mit Reden kommen wir nicht weiter.“

Die Zeit des Redens, die Zeit der Ausreden soll endlich vorbei sein. Es wird Veränderungen in der Aufstellung schon am Wochenende geben, das Vertrauen in die Spieler ist nicht in allen Fällen zurückgezahlt worden. „Ich werde nicht müde, unseren Weg weiterzugehen. Vielleicht wäre es bequemer für den ein oder anderen, wenn es einen anderen Trainer geben würde.“

Benbennek will nicht aufgeben, auch wenn er die Reflexe der Branche kennt. Er weiß, dass seine Position gefährdet ist, auch wenn ihm der Aufsichtsrat vor zwei Wochen das Vertrauen ausgesprochen hat. Solche Vertrauensbeweise müssen mit Ergebnissen unterfüttert werden. „Ich sehe das bei aller Selbstkritik nicht so, dass immer der Trainer schuld an allem sein soll.“

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