Bislang kein neues Angebot für Trainer Peter Schubert

Von: Christoph Pauli
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Wo geht es hin für Peter Schubert? Foto: sport/Dünhölter

Aachen. In den Abendstunden des 3.April ließ Christian Steinborn eine Pressemitteilung verteilen, die er überschrieben hatte mit der feinen Ankündigung: „Alle Kräfte für das gemeinsame Ziel bündeln.“ Zuvor hatte Alemannias Aufsichtsratsvorsitzender einen intensiven Meinungsaustausch mit seinem neuen Sportlichen Leiter und seinem Cheftrainer geführt.

Der Gipfel mit der Friedenspfeife war kurzfristig notwendig geworden, nachdem sich die wichtigsten Mitarbeiter öffentlich in die Haare geraten waren. Alexander Klitzpera war enttäuscht, weil Peter Schubert ein „deutlich verbessertes Angebot“ für die Regionalliga nicht angenommen hatte. „Ich hatte erwartet, dass er vorangeht und ein Zeichen setzt“, bilanzierte der frisch installierte Sportdirektor. „Wenn er sagt, dass ihm das Gehalt nicht reicht, fehlen mir die Worte.“

Die Antwort kam postwendend. Schubert hatte eine andere Wahrnehmung von dem Gespräch. Im ersten Anlauf habe man ihm eine 25-prozentige Kürzung des Grundgehalts für die 3. Liga vorgeschlagen. Im nächsten Anlauf sei das Grundgehalt für die Regionalliga leicht angehoben, dafür seien die Punktprämien reduziert worden. Eine große Wertschätzung hatte er da nicht ausgemacht. Fazit von Schubert Anfang April: „Wenn wir nicht aufsteigen, gehen wir im Sommer getrennte Wege.“ Mit dieser Ankündigung endeten die ersten gemeinsamen Wochen von Schubert und Klitzpera am Tivoli. Erkennbar hat sich da kein großes Vertrauen zwischen den Männern gebildet, die die Entwicklung des Vereins gemeinsam vorantreiben sollen.

Am Ende des Männerabends Anfang April stand eine abgestimmte Erklärung mit der Ankündigung: Klitzpera und Schubert würden „zeitnah wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren“. Das ist nun 25 Tage her und passiert ist: kaum etwas. „Wir sind permanent im Gespräch, meine Tür ist immer offen“, sagt Klitzpera, der das Thema ansonsten nicht mehr öffentlich thematisieren will. Ein neues Angebot hat es bislang nicht gegeben. „Es hat einen unverbindlichen Meinungsaustausch gegeben“, sagt Schubert. Einen knappen Monat vor Saisonende ist die „wichtigste Personalie“ (Klitzpera) im Verein immer noch ungeklärt. Nur im nicht mehr wahrscheinlichen Aufstiegsfall verlängern sich die Verträge mit den Spielern und etlichen Trainern automatisch.

Einen Schritt weiter ist Reiner Plaßhenrich. Der Co-Trainer hat nach eigener Aussage zumindest mündlich ein konkretes Angebot, das Nachwuchsleistungszentrum auch in der nächsten Saison zu leiten, sofern es einen neuen Trainer für die Regionalliga-Mannschaft geben sollte.

Planungssicherheit haben bereits Taku Ito, Frederic Löhe und Peter Hackenberg, die ihre Angebote angenommen haben, sie werden auch in der nächsten Saison bevorzugt Schwarz-Gelb tragen. Andere Spieler wie Rafael Garcia, Kevin Behrens, Dominik Ernst, Marcus Hoffmann, Fabian Graudenz und Michael Lejan haben die Offerten bislang abgelehnt. Klitzpera ist deswegen nicht beunruhigt, auch wenn die Zusage fast der kompletten Abwehr und der beiden erfolgreichsten Stürmer aussteht. „Wir haben jetzt schon eine gute Mannschaft zusammen.“

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