Bielefeld - Bielefeld zeigt, was noch zur 3. Liga fehlt

Bielefeld zeigt, was noch zur 3. Liga fehlt

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
9327751.jpg
Wintersport auf der „Alm“: Alemannia-Kapitän Aimen Demai (links) gegen Bielefelds zweifachen Torschützen David Ulm. Foto: Andreas Zobe

Bielefeld. Um sein Geburtstagsgeschenk kümmerte sich Maciej Zieba selber. Alemannias Winterzugang, am Samstag 28 Jahre alt geworden, nahm den Ball auf, zog von links nach innen und überwand Bielefelds Keeper Schwolow in der 22. Minute mit einem Chip.

„Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser, standen kompakt, haben gut nach vorne umgeschaltet“, resümierte Zieba. „Aber dann kassieren wir unnötige Tore.“ Der Aachener Fußball-Regionalligist beendete den Härtetest bei Drittliga-Spitzenreiter Arminia mit einem 1:3, es war die erst zweite Niederlage überhaupt in dieser Saison nach dem 0:1 in der Liga beim SC Wiedenbrück. „Ich hätte gerne ein anderes Ergebnis gehabt“, sagte Chefcoach Peter Schubert. „Aber ich verliere lieber jetzt“ – als am 7. Februar im „Kracher“ gegen Rot-Weiß Essen.

Der Wintereinbruch machte den Akteuren vor 1333 Zuschauern auf der „Alm“ (nur die Strafräume waren vom Schnee befreit) das Leben schwer. Alemannia kam mit den Bedingungen zunächst besser zurecht, die Startelf im 4-3-3 mit den ständig rochierenden Organisatoren und Aufräumern Jerat-Demai-Müller sowie Dowidat und Zieba als Außenstürmern wirkte sehr homogen.

Ein Elfmeter aus der Kategorie „muss man nicht pfeifen“ (Hackenberg an Klos) führte zum Ausgleich durch Ulm (28.), der drei Minuten vor der Pause Aachens unsortierte Defensive freistehend zum 2:1 überwand. Ex-Alemanne Manuel Junglas, zur zweiten Halbzeit eingewechselt, sorgte in der 54. Minute mit einem Schuss aus 18 Metern für den Endstand.

Die zahlreichen Wechsel mochte Aimen Demai nicht als Argument dafür gelten lassen, dass die Aufholjagd ausblieb. „Das hat auch nichts mit Kraft zu tun“ nach zwei anstrengenden Trainingswochen, „das ist eine Kopfsache. Wir sind auf eine abgezockte Mannschaft getroffen, die uns nach Fehlern bestraft hat. Das ist das Profigeschäft.“ Der Kapitän vertraut auf den Lerneffekt: „Wir haben ein gutes Team, wir können mithalten – das muss uns helfen, weiter zu wachsen.“

Stienemann pariert glänzend

Auch Peter Schubert nahm das Spiel als Anschauungsunterricht mit nach Hause. „Wir haben gute Dinge gesehen, waren in den ersten 30 Minuten sehr präsent, schnell am Ball, haben nach vorne gespielt.“ Aber es sei „auch wichtig gewesen zu sehen und zu erkennen, was gegen eine Mannschaft wie Bielefeld noch fehlt, um da mitzuhalten.“ Mit einem Spitzenteam der 3. Liga, wo Alemannia noch hin will.

Im Tor standen übrigens diesmal Jonas Ermes und Tim Stienemann. Beide machten ihre Sache gut, der A-Junior parierte glänzend gegen van der Biezen und Lorenz. Wer den gegen RWE gesperrten Frederic Löhe vertritt, ist weiterhin offen. Schubert: „Es lässt sich noch keine Tendenz ableiten.“

Alemannia: Ermes (66. Stienemann) - Ernst (66. Brauweiler), Hackenberg (46. Thackray), Hoffmann (75. Ito), Lejan (46. Mohr) - Jerat (66. Abel), Demai (66. Lünenbach), Müller (46. Garcia) - Dowidat (46. Behrens), Dagistan (46. Duspara), Zieba

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert