Benbennek: „Mentalität, ein Spiel zu drehen“

Von: Klaus Schmidt
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Alemannia Aachen setzte sich am Samstagabend mit 2:1 gegen die AS Eupen durch.

Eupen. Zum Schluss wurde es immer ruppiger. Als der eingewechselte Taku Ito in der Nachspielzeit nach starker Vorarbeit von Bastian Müller den Ball nur noch zum 2:1-Siegtreffer für Alemannia Aachen über die Linie drücken musste, stand Gastgeber KAS Eupen nurmehr mit neun Mann auf dem Platz.

Nach dem vierten Erfolg im fünften Testspiel nahm Christian Benbennek, Chefcoach des Fußball-Regionalligisten, zunächst einmal das Positive mit: „Wir haben die Härte angenommen. Ich bin froh, dass wir da gut durchgekommen sind.“

Vor 1662 Zuschauern im Stadion am Kehrweg, darunter gut die Hälfte schwarz-gelber Anhang, musste Alemannia nach einer harten Trainingswoche noch einmal auf die Zähne beißen. Fabian Graudenz kreierte mit einem Flachschuss die erste Chance (17.), wenig später parierte Frederic Löhe im Nachfassen einen Freistoß von Eupens Kapitän Luis Garcia. Anthony Bassey traf das Außennetz (30.), im Gegenzug scheiterte Dennis Dowidat von links aus spitzem Winkel. Fünf Minuten vor der Pause geriet Aachen dann in Rückstand, als Guy Dufour sich den Ball für einen herrlichen Volleyschuss selber parat machte.

„Wir wollten dieses Spiel noch drehen, das hatten wir uns in der Halbzeit vorgenommen. Und dann haben wir gezeigt, dass wir diese Mentalität besitzen“, resümierte Benbennek. Eupen tauschte nahezu komplett, der eingewechselte Viktor Maier glich mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter (63.) für Aachen aus, und nachdem Dowidat noch knapp den Siegtreffer verpasst hatte (90.), setzte Ito den Schlusspunkt.

Zuvor waren Rodri (81./Gelb-Rot) und Diawandou Diagne (87./Rot) wegen „unnötig rohen Spiels“ (Benbennek) gegen Philipp Gödde vom Platz geflogen. So weit hätte es nicht kommen müssen, doch Schiedsrichter Philippe Vinche hatte es versäumt, rechtzeitig Ruhe in die Partie zu bringen. Benbennek: „Er hat das Spiel nicht geleitet, er hat‘s gepfiffen.“

Insgesamt setzte Alemannia nur 14 Profis ein, der Rest wurde zur Sicherheit wegen undramatischer Zipperlein geschont. „Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns“, sagte Christian Benbennek. Zu viele Abspielfehler gegen den belgischen Zweitligisten und die Arbeit im letzten Drittel fanden Eintrag ins Lastenheft. Eine Lehre aus den Tests insgesamt: „Unter 100 Prozent dürfen wir’s nicht machen.“

Alemannia: Löhe - Winter, Hackenberg, Löhden, Vrzogic - Dowidat, Müller, Demai (46. Maier), Mohr (46. Rüter) - Gödde (88. Ito), Graudenz

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