Mönchengladbach - „Aus Fehlern gelernt“: Alemannia siegt in Gladbach 2:1

„Aus Fehlern gelernt“: Alemannia siegt in Gladbach 2:1

Von: Benjamin Jansen
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Nach einer engagierten ersten Halbzeit hat die Alemannia eine 2:1-Führung über die Zeit gebracht. Foto: Jérôme Gras

Mönchengladbach. Das Rheydter Grenzlandstadion war für Gästeteams zuletzt ein gutes Pflaster. In den vergangenen fünf Heimspielen erwies sich die „Zweite“ von Borussia Mönchengladbach als großzügiger Gastgeber, gab die Punkte artig an den Gegner ab.

Am Samstagnachmittag erhöhte sich die Zahl der verlorenen Heimspiele auf sechs, aber das hatte weniger mit dem Nachwuchs der „Fohlen“ zu tun, sondern vielmehr mit Alemannia Aachen. Die Mannschaft von Fuat Kilic lieferte zum Auftakt der Rückrunde einen couragierten Auftritt ab und gewann am Ende verdient mit 2:1 (2:1). Oder wie Aachens sichtlich zufriedener Trainer es formulierte: „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Die erste Halbzeit war überragend.“

Nach intensivem Studium des Gegners hatte Kilic eine mutige Taktik gewählt. Emre Yesilova, Mergim Fejzullahu und Ilias Azaouaghi sollten die Gladbacher im 3-4-3-System früh anlaufen und sich in der Hälfte der Hausherren festbeißen. Ein Matchplan, der in den ersten Minuten voll aufging.

Die Gäste spielten frech, störten die jungen „Fohlen“ bei jeder Ballannahme. Der agile Yesilova, der den Vorzug gegenüber Daniel Hammel erhielt und den gesperrten Junior Torunarigha ersetzte (5. Gelbe Karte), verpasste aus 17 Metern die frühe Führung (7.). Da die defensive Dreierkette (Heinze, Pluntke, Fiedler) fast jeden Zweikampf gewann, schalteten sich die Außenspieler Nils Winter und der wiedergenesene Tobi Mohr immer wieder in das Angriffsspiel ein. Und das überaus erfolgreich: Mohr flankte von der linken Seite auf den Kopf von Azaouaghi, der den Ball am zweiten Pfosten über die Linie drückte (18.).

Fünf Minuten später hätte auch Winter seinen Debüt-Treffer für Alemannia erzielen können, „kurz vor dem Schuss springt der Ball aber nochmal unglücklich auf“, stellte der Kapitän in der Nachbetrachtung zerknirscht fest. Latte. Nach einer halben Stunde hatten sich die Gladbacher aus der Aachener Umklammerung gelöst, der Schuss von Ba-Muaka Simakala stellte Alemannias nahezu beschäftigungslosen Keeper Patrick Nettekoven aber vor keine großen Probleme (33.).

Als der Unparteiische Robin Delfs nach einem Foul im Strafraum an Fejzullahu auf den Punkt zeigte, war die Erleichterung groß. „Gott sei Dank hat er gepfiffen“, sagte Kilic in Anspielung auf den nicht gegebenen Strafstoß gegen Wattenscheid. Der Gefoulte verwandelte souverän (45.), Alemannia hätte mit einer beruhigenden Führung in die Pause gehen können. Doch daraus wurde nichts, weil Simakala in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zu viel Platz im Sechzehner hatte und mit einem Seitfallzieher den alten Abstand wiederherstellte.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren mutiger und präsenter in den Zweikämpfen. Gladbachs Spielmacher Benger, der in der ersten Hälfte von Azaouaghi durch konsequente Manndeckung aus dem Spiel genommen wurde, verpasste den Ausgleich gleich doppelt (54., 56.).

833 Zuschauer sahen die schwächste Phase der Alemannia in diesem Spiel. Die Strafe der Hausherren blieb aus, weil die Angriffsbemühungen der Elf von Arie van Lent nicht zielstrebig genug waren. Nachdem der eingewechselte Joy-Slayd Mickels die Vorentscheidung nach einem Konter verpasste (79.), mussten die Gäste zittern, als Richter zum Abschluss kam. Sein Schuss verfehlte das Aachener Gehäuse aber knapp (84.).

Für den starken Mohr, der mit Krämpfen ausgewechselt wurde, war der Arbeitstag kurze Zeit später beendet, und Hammel durfte dazu beitragen, den knappen Vorsprung zu verwalten. Im Gegensatz zu den Vorwochen gaben die Aachener das Spiel nicht mehr aus der Hand, und so stellte Nils Winter erleichtert fest: „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt.“


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