AS Eupen will Peter Hackenberg verpflichten

Von: Christoph Pauli
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Der Abschied naht: Eupen will Peter Hackenberg verpflichten. Foto: sport/foto2press

Aachen. In der vergangenen Woche hat Peter Hackenberg die Arbeit wieder aufgenommen. Alemannias suspendierter Vorstopper ist zwangsversetzt zur zweiten Mannschaft. Die Karriere wird eher nicht in der Mittelrheinliga fortgesetzt.

„In den letzten Tagen hat es sehr viele Anfragen aus dem In- und Ausland gegeben. Auch aus höheren Ligen“, sagt der Vize-Kapitän. Bislang hat der Modellathlet alle Angebote ausgeschlagen. Er will nur ungern die Zelte im Westzipfel abbrechen. „Ich hänge sehr an der Region, meine Freundin arbeitet hier an einem Krankenhaus, und ich habe mir hier ein zweites Standbein als Immobilienmakler aufgebaut.“

Vielleicht kommt da die Anfrage der AS Eupen zur rechten Zeit. Der belgische Zweitligist hat das Interesse an Hackenberg am Montag öffentlich gemacht. Allerdings sei der Verein nicht bereit, eine Ablöse zu zahlen, sagt Aachens Manager Alexander Klitzpera. Hackenberg könnte den verletzten Diawandou Diagne ersetzen, dem das vorzeitige Saisonaus droht. So weit sind die Dinge noch nicht.

„Ich habe Eupen als einen sehr seriösen Klub kennengelernt“, sagt Hackenberg. Aber noch ist nichts spruchreif. Erst Ende des Monats schließt sich das Transferfenster für diese Spielzeit. Es zeichnet sich ein vorzeitiger Abschied in Wehmut ab, auch wenn der Vertrag bei Alemannia noch bis Mitte 2017 läuft. „Ich habe eine fantastische Zeit in Aachen gehabt. Dieses Spiel gegen RW Essen vor einem Jahr am ausverkauften Tivoli kann mir niemand mehr nehmen“, sagt er. „Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken.“

Beim letzten Heimspiel sind Hackenberg und Kollegen grußlos in die Winterpause gegangen. „Das war sicher nicht in Ordnung, denn die Fans können nichts für die Situation, sie haben uns immer grandios unterstützt.“ Hackenberg wurde anschließend wie die Sportskameraden Bastian Müller und Frederic Löhe als Rädelsführer der verkorksten letzten Monate ausgemacht und zur zweiten Mannschaft abgeschoben. „Ich tappe völlig im Dunklen, mir wurden keine Gründe mitgeteilt“, sagt er. Konkrete Vorwürfe habe es bis heute nicht gegeben.

Klitzpera dagegen spricht von einem ausführlichen „Vier-Augen-Gespräch“ ohne ins Detail gehen zu wollen, in dem die Suspendierung inhaltlich begründet worden sei. Dieses letzte Spiel gegen Ahlen könnte das letzte Spiel von Hackenberg am Tivoli gewesen sein. Vorerst. „Ich habe die Hoffnung, dass es eines Tages wieder einen Weg zurück geben wird.“ Alemannia dagegen sucht noch einen vielseitig einsetzbaren Defensivspieler. Peter Hackenberg ist nicht mehr erwünscht beim Verein, und sein Partner der Vorrunde, Jannik Löhden, hat seit Wochen Achillessehnenprobleme und fällt vorerst aus.

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