Aachen - Arbeit, die „in allen Bereichen überzeugt”

Arbeit, die „in allen Bereichen überzeugt”

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
alembild25
Zwei, die sich schätzen: Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer (rechts) möchte die Arbeit von Sportdirektor Andreas Bornemann mit einer Vertragsverlängerung würdigen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das waren starke Worte, als Erik Meijer das Ergebnis präsentierte. Sie hatten den Mann „mit dem Feuer in den Augen gesucht”, „wir wollten den Besten haben”. Uli Hoeneß war nicht zu kriegen - „da haben wir uns für Andreas Bornemann entschieden”.

Der Nachfolger von Jörg Schmadtke hat die Erwartungen offensichtlich nicht enttäuscht: Der Vertrag des Sportdirektors, offiziell seit Januar dieses Jahres im Amt, soll über den 30. Juni 2010 hinaus verlängert werden. Frithjof Kraemer, Geschäftsführer der Alemannia Aachen GmbH, der Bornemann gemeinsam mit Meijer dem Aufsichtsrat vorgeschlagen hatte: „Im Rahmen der Kaderplanung stehen demnächst verschiedenste Dinge an. Da ist es normal, die berufliche Perspektive des dafür verantwortlichen Mannes, der wichtigsten Säule, zu klären.”

Die „Qualität und Arbeitsleistung eines Sportdirektors” ist für Kraemer an drei Dingen zu messen: „Am Thema Personalführung, daran, wie er das Personal zusammenstellt, und wie er die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt.” Bornemann habe „in allen drei Bereichen mit seiner Arbeit überzeugt. Ich sehe keinen Grund, den Vertrag nicht zu verlängern.” Das Thema sei bereits angesprochen worden, in den nächsten Wochen möchte der Geschäftsführer die Verhandlungen angehen. „Ich kann mir vorstellen, dass eine Vertragsverlängerung auch im Sinne von Andreas Bornemann ist.”

Da rennt Kraemer eine offene Tür ein. „Klar freue ich mich, dass der Chef meine Arbeit so bewertet und konsequenterweise den Schluss zieht, das Thema ganz oben auf die Agenda zu setzen”, sagt Bornemann. Bei Vertragsbeginn habe man sich verabredet, nach einem Jahr „eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu sehen, ob die Zusammenarbeit erquickend ist”. Der 38-Jährige: „Alemannia ist nach wie vor eine absolut spannende Aufgabe. Die Arbeit macht Spaß, und es macht Sinn, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen.” Zu klären ist nun erst mal die Laufzeit des neuen Kontraktes, die vor dem Hintergrund der wohl angestrebten Kontinuität nicht unter zwei Jahre liegen wird.

Auf den Sportdirektor kommt einiges zu. 16 von 26 Spielerverträgen laufen im nächsten Sommer aus, angefangen bei Kapitän Fiel, Abwehrchef Olajengbesi und Torjäger Auer über Nemeth, Casper, Polenz, Szukala, Oussalé, Milchraum und die Wolfsburger Leihgabe Adlung bis zu den Youngstern Junglas, Özgen und Hohs sowie den Rekonvaleszenten Plaßhenrich, Stehle und Lasnik.

Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Aufsichtsrats, will seine Position in der Personalie Bornemann „nicht öffentlich verlautbaren” und die (zeitnahe) Diskussion des Gremiums mit der Geschäftsführung „nicht vorwegnehmen”. Eine Vertragsverlängerung bedürfe - ebenso wie die Einstellung - „der Zustimmung des Aufsichtsrats. Aber klar ist auch, dass man im Fußball erfolgsorientiert handeln muss.”
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