Alemannias Wunschzettel bleibt leer: Keine Neuzugänge

Von: Christoph Pauli
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Der Blick zurück stimmt zufrieden: Alemannia-Trainer Peter Schubert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Peter Schubert könnte es sich einfach machen. Er könnte einen kleinen Wunschzettel ausfüllen, auf dem die Spieler stehen, die er gerne unter den Tannenbaum gelegt haben möchte. Die Aufforderung hat er von Sponsoren zuletzt erhalten: Alemannias Trainer könne mal ein paar Ideen aufschreiben, andere Menschen würden dann schauen, was geht.

Neun von zehn Trainern würden einer solchen Aufforderung innerhalb von 180 Sekunden nachkommen. In Aachen sitzt ein Vertreter der Minderheit. Schubert ziert sich. „So eine gut funktionierende Mannschaft ist ein sehr sensibles Gebilde, das man ohne Not nicht verändert. Ich sehe dafür keine Notwendigkeit. Zumal es keine Garantien in unserem Sport gibt.“

Es könnte also gut sein, dass Alemannia am 6. Januar in unveränderter Aufstellung die Arbeit in 2015 aufnimmt. In den nächsten Tagen werden die Trainer noch einmal mit ein bisschen Abstand in Klausur gehen, die formidable Hinrunde werden sie an sich vorbeilaufen lassen, um dann festzustellen, dass sich die Dinge gut entwickeln.

Die Überraschung der Saison? „Die Mannschaft“, sagt Schubert, der das Team mit Reiner Plaßhenrich zusammengeschmiedet hat. Die homogene Gruppe bleibt zusammen. „Stand jetzt ist, dass uns keiner verlässt. Wir schicken auch niemanden weg, keiner hat sich etwas zu Schulden kommen lassen.“ Ausnahme ist der bereits vor Wochen verbannte Jannik Stevens. Für den Linksverteidiger, der seitdem krankgeschrieben ist, ist die Tür zugenagelt. Er hat keine Perspektive bei den Profis, hat Schubert ihm gerade noch einmal in einem Gespräch mitgeteilt.

Die Spieler bekommen von ihrem Trainer noch einmal elektronische Grüße vor dem Fest. Es sind kleine, individuelle Hausaufgaben für die Weihnachtszeit. Die Weihnachtsgans soll schließlich keine Spuren hinterlassen, wenn die Belegschaft im neuen Jahr wieder zusammenkommt. Dann startet die Vorbereitung auf eine Rückrunde, die sehr viel Spannung verspricht. Der Tabellenzweite hat sich eine vorzügliche Ausgangslage erackert, auch, weil der Spielplan Platz für Träume bietet.

„Wir sind Außenseiter“, sagt Schubert. „Teams wie Oberhausen, Essen, Viktoria Köln, inzwischen auch Mönchengladbach II, haben das Aufstiegsziel formuliert. Wir denken in längeren Etappen.“ In Sicherheit wiegen kann sich die Konkurrenz natürlich nicht. Schubert sagt auch: „Wir haben ein sehr gieriges Team.“

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