Alemannias Viktor Maier: Schluss mit dem Auf und Ab!?

Von: Klaus Schmidt
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Viktor Maier
Der Einsatz stimmt: Alemannias Offensivspieler Viktor Maier (vorne) hält sich den Essener Richard Weber vom Leib. Foto: sport/Revierfoto

Aachen. Der Trainer wird am Montag 43 Jahre alt, und von dieser Seite hatte Christian Benbennek das noch gar nicht gesehen. „Das wäre in der Tat ein schönes Geschenk“, wenn die Mannschaft am Sonntag (Anstoß 14.00 Uhr) mit drei Punkten vom Flinger Broich in Düsseldorf zurückkehren würde.

Es ist an der Zeit, mal wieder was mitzunehmen von der Tournee durch NRW, zuletzt hatte Alemannia Aachen Ende August in Dortmund Punkte einkassiert. Nun geht es zum Nachwuchs der Fortuna, „eine Kämpfertruppe, was ungewöhnlich ist für eine U 23“, sagt Benbennek. Und hofft, dass sein Team (die Einsätze von Aimen Demai und Dennis Dowidat sind weiterhin gefährdet) nach dem ähnlich gestrickten eigenen Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen RW Essen mindestens dort anknüpft.

Auch Viktor Maier hat jüngst wieder tadellose Referenzen vorzuweisen, nicht nur wegen seines zweiten Saisontors. „Seine Formkurve zeigt seit Wochen nach oben“, hat der Chefcoach beobachtet, „sein Einsatz im Training, im Spiel, seine körperliche Power werden ihm auch bei den Abschlüssen helfen.“ Über die Aufstellung des 26-Jährigen gibt es keine Zweifel, nach „sehr viel Auf und Ab“, wie Maier selbst sagt über die zehn Monate, die er nun am Tivoli erlebt hat. Er war vom SC Paderborn gekommen, „es hatte sofort gepasst, vieles hat gestimmt“. Sich in einem erfolgreichen Team zu akklimatisieren, fiel leicht, in 15 Spielen erzielte Maier sechs Tore, „die Saison hätte für mich noch weitergehen können. Ich habe mich einfach gut gefühlt.“

Als die neue Spielzeit begann, stand der „Knipser“ zunächst hinten an. Die Ideen des neuen Trainers waren erst mal andere, Viktor Maier drückte an den beiden ersten Spieltagen die Bank. Dann: drei Einsätze. Drei Mal nur im Kader. Wieder zwei Spiele, Gelb-Rot gegen Erndtebrück, Sperre in Wattenscheid. Seitdem: drei Spiele über die volle Distanz. „Das war für mich schwer einzuordnen“, sagt der Mann mit der Rückennummer 37. Er hatte in seiner Karriere lange Phasen, in denen es einfach lief. „Da konnte ich machen, was ich wollte. Wenn ich ausgeholt habe, war der Ball drin, und wenn er auch abgefälscht wurde.“

Maier hat während seiner Achterbahnfahrt natürlich mehr nachgedacht über mögliche Ursachen; als es zu anstrengend wurde, setzte der Selbstschutz ein mit einer fatalistischen Sicht der Dinge. „Solche Phasen macht jeder Offensive durch. Ich habe versucht, das auszublenden und mich wieder an meine Stärken zu erinnern – das, was ich früher gut konnte.“

Viktor Maier ist keiner, der in der Kabine auf dem Tisch tanzt und das Wort führt. Aber er liefert seine Beiträge, wie bei der großen Aussprache nach der Pleite in Wattenscheid. „Ich habe da schon gesagt, was mir auf dem Herzen lag“, intern, und da bleibt es auch. Die Maßnahme des Trainers, nach der Blamage in Velbert den Kader ganztägig beisammen zu halten, war auch für Maier „eine neue Erfahrung“. „Ungewohnt. Aber ich fand das nicht so schlecht.“ Mit dem Sieg gegen Essen verhinderte die Mannschaft eine Verlängerung dieser Form der Wochenarbeit.

Noch fünf Spiele sind es bis zur Winterpause. „Das Programm ist nicht ohne“, sagt Maier. „Wir müssen uns auf jedes Spiel neu fokussieren und 100 Prozent raushauen. Mit weniger wird’s nicht funktionieren.“ Aber er sieht das Team „vom Kopf und vom Training her gut gerüstet. Für uns gilt es, jeden Punkt mitzunehmen.“ Gerne auch drei am Sonntag aus Düsseldorf.

Voraussichtliche Aufstellung: Löhe - Ernst, Hackenberg, Löhden, Vrzogic - Müller, Staffeldt, Lünenbach, Graudenz - Rüter, Maier

Schiedsrichter: Florian Exner (Bielefeld)

Bilanz gegen Düsseldorf II: 6 Spiele/4 Siege, 2 Niederlagen (14:6 Tore)

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