Alemannias Ultras: Der Feind in meinem Fanblock

Von: pa
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Aachen. Für Alemannias Fans war beim Gastspiel in Dresden ein eigener Block reserviert. Das ist überall Bestandteil des Sicherheitskonzepts, um rivalisierende Gruppen voneinander zu trennen.

Die räumliche Trennung erfüllte ihren Zweck. Aber leider übersah der Veranstalter, dass es auch im eigenen Revier rivalisierende Gruppen geben kann. Der Feind in meinem Fanblock.

So bekamen die 28.000 Zuschauer Mitte der zweiten Halbzeit eine zünftige Schlägerei zwischen den verfeindeten Aachener Lagern geboten. 20, 30 Fans ließen vorübergehend die Fäuste sprechen aus „nichtigem Anlass”, beobachtete Lutz von Hasselt aus nächster Nähe. Der Fanbetreuer und sein Kollege Robert Jacobs schlichteten schnell das merkwürdige Raufhändel. Die desolate Öffentlichkeitswirkung blieb zurück.

Alemannias Ultra-Gruppierung hat sich vor einem Jahr gespalten. Neben den AC-Ultras gibt es nun auch die Karlsbande. Der Riss in der Fanszene ist bei jedem Heimspiel erkennbar, die Gruppen haben sich auch räumlich auf der Stehplatztribüne getrennt. „Die Mannschaft soll als Einheit auftreten, wird gefordert. Schade, dass das die Fans in unserer schwierigen Lage nicht zeigen”, meint von Hasselt.

Die Fans machten noch in anderer Form auf sich „ultranativ” aufmerksam: Sie zündeten zweimal Knallkörper, die Partie wurde für eine entsprechende Durchsage von der Schiedsrichterin unterbrochen, die einen Sonderbericht anfertigte. Wieder droht dem Verein eine Geldstrafe. Noch gibt es Hoffnung, dass die Täter ermittelt werden können: Die Videoaufnahmen sind noch nicht ausgewertet, einige Personalien wurden vor Ort festgehalten. Alemannia ist Wiederholungstäter. Nach den Gastspielen am 3. Dezember 2010 in Oberhausen und am 8. April 2011 in Duisburg bekam der Klub 5000 und 4000 Euro Strafe aufgebrummt, weil dort pyrotechnisches Material verwendet wurde.

Und auch die Dresdner fielen aus der Rolle. Etwa ein Dutzend „Fans” versuchten nach Polizeiangaben vor dem Spiel den Aachener Fanbus anzugreifen. Als das scheiterte, flogen Flaschen. Zwei Scheiben wurden zerschlagen. Im Spiel fielen die Vandalen auf, als Feuerzeuge und Bierbecher in Richtung eines Aachener Spielers flogen. Zusatzbericht folgt.
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