Aachen - Alemannias Restpräsidium tritt zurück

Alemannias Restpräsidium tritt zurück

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Drei Jahre ist es her: Tim Hammer, Oliver Laven, Christian Steinborn (vorne von links), Thomas Deutz, Heinz Maubach und Horst Reimig (hinten von links) gründeten das nun aufgelöste Team 2018. Foto: M. Jaspers

Aachen. Es gibt dieses drei Jahre alte Foto, auf dem das Team 2018 zu sehen ist. Es ist ein Dokument, das den Aufbruch nach einer turbulenten Insolvenz dokumentieren soll. Zu sehen sind Tim Hammer, Thomas Deutz, Oliver Laven, Christian Steinborn, Heinz Maubach und Horst Reimig.

Die „2018“ war die Zielmarke des Sextetts, bis dahin sollte Alemannia mindestens wieder ein Drittligist sein. Es ist anders gekommen. Die letzten drei Mitglieder dieser Runde sind am Montag von Bord gegangen. Der neue Insolvenzverwalter Christoph Niering hatte an diesem Abend die Mitglieder von Alemannia Aachens Gremien geladen. Etwa zwei Dutzend Männer aus Präsidium, Verwaltungsrat, Ehrenrat, Wahlausschuss und Wirtschaftsbeirat kamen zusammen, um die Situation zu besprechen, nachdem der Verein erneut Insolvenz anmelden musste. Die Runde verabredete sich nun zu regelmäßigen Treffs.

Es gab aber noch personelle Entscheidungen an diesem Abend. Das Restpräsidium bekam das „Vertrauen ausgesprochen“, um dann geschlossen zurückzutreten und den Weg frei für Neuwahlen zu machen. Reimig, Laven und Hammer waren als Aufsichtsräte nach dem Insolvenzantrag bereits zurückgetreten, wollten aber im gemeinnützigen Verein weiter helfen. Niering hatte diesen Schritt ausdrücklich als sehr „verantwortungsbewusst“ begrüßt.

In den letzten Tagen hatte es viele Stimmen für einen kompletten Neuanfang gegeben. Die Fan-IG hatte den sofortigen Rückzug des Trios gefordert. „Die Fehlerkette ist einfach zu lang und jegliches Vertrauen verspielt worden.“
Die Präsidiumsmitglieder hatten ihren Rückzug dem Verwaltungsrat bereits vor neun Tagen angeboten, der aber ablehnte. Das ehemalige Team 2018 war schon im Laufe der Jahres immer kleiner geworden. Deutz und zuletzt Präsident Maubach hatten ihr Vorstandsamt wieder quittiert. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Christian Steinborn hatte keinen Sitz im Präsidium.

Die gemeinsame Zeit endete mit einer Presseerklärung. Darin bedankte sich Martin Fröhlich, Vorsitzender des Verwaltungsrats, bei den drei Männern für „ihr großes ehrenamtliches, zeitliches und finanzielles Engagement“. Laven, Reimig und Hammer erklärten sich bereit, „bei Interesse“ den Verein weiter zu unterstützen.

Fröhlich wird nun den kommissarischen Vorstand leiten, in den nächsten zwei Tagen sollen noch zwei weitere Mitstreiter gefunden werden, die den Verein führen bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung. Mit dem kommissarischen Vorstand will Niering nun zeitnah einen Geschäftsführer für die nächste Saison finden. Denn auch Timo Skrzypski verlässt den Verein.

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