Alemannias Punkteziel bis zum Winter: „20 plus x”

Von: pa
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Man sieht, dass man nichts sieht: Kai Bülow trifft für Rostock, doch für den Schiedsrichter lag beim Zweikampf zwischen Enrico Kern und Nico Herzig (oben rechts) ein Delikt vor: Das Tor zählt nicht. Foto: imago/Reichwein

Aachen. Am Ende der Partie glaubte Aachens Trainer Michael Krüger, noch einmal eine schlechte Raubkopie zu sehen. „Ich habe mich mit Schrecken an die Partie gegen Cottbus erinnert”, atmete er später auf. Gegen den anderen Ostverein Rostock rettete sich Aachen mit einem 1:0 ins Ziel.

Wie ist die Blickrichtung nach dieser Partie? Orientieren Sie sich weiter am Süden der Tabelle?

Krüger: Natürlich. Bevor wir wieder nach oben blicken können, muss erst das Fundament stimmen. Die zweite Halbzeit gegen Rostock war nicht in Ordnung. Wir haben nicht den einen Spieler, der in kritischen Situationen das Spiel an sich reißt, vorangeht. Wir müssen alles über das Team regeln, indem jeder noch mehr Verantwortung übernimmt.

Hört sich gut an. Was fehlt der Mannschaft, wieso kommt sie noch so in Not?

Krüger: Ich hatte den Eindruck, sie war wie gelähmt. Vielleicht hatte die Mannschaft Angst, wieder einen Sieg aus der Hand zu geben, weil sie sich auch an das Cottbus-Spiel erinnerte.

Wie lautet Ihr kurzfristiges Ziel?

Krüger: Bis zur Winterpause wollen wir 20 plus X Punkte haben. Die Gruppe hat das Potenzial dafür. Wir haben kaum Spieler, die die Situation eines Abstiegskampfes kennen. Das wollen wir unbedingt vermeiden.

Und im Winter holen Sie dann neue Spieler dazu?

Krüger: Unsere Situation bleibt finanziell angespannt. Aber ein Spieler, der Benny Auer hilft, der sich robust durchsetzen kann, würde uns gut zu Gesicht stehen.

Sie haben Oussalé und Polenz nicht nominiert. Was waren die Gründe?

Krüger: Bei Jerome waren es taktische Überlegungen. Herve läuft mir im Moment ein bisschen zu abwesend durch die Gegend. Es gab viele Einzelgespräche. Mitspieler, Trainer und Leute im Verein wollen ihm helfen, aber er reagiert bockig.

Und wie reagiert der Trainer auf bockige Spieler?

Krüger: Der Trainer kann da sehr eklig werden. Es geht immer um die Gemeinschaft Alemannia, der sich jeder unterordnen muss.


„Ballettmäßiger” Zweikampf? Nach dem aberkannten Tor flüchtete Enrico Kern blitzschnell in die Kabine. „Sonst wäre ich sechs, sieben Spiele gesperrt worden”, sagte der Angreifer von Hansa Rostock. Kern hatte einen nach eigener Darstellung „ballettmäßigen Zweikampf” gegen Nico Herzig geführt, den Schiedsrichter Peter Gagelmann abpfiff.

Hansa-Coach Andreas Zachhuber fällte nach der vierten Niederlage in Serie ein hartes Urteil: „Herr Gagelmann wollte nicht, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren.” Die Verletzungen der Aachener Spieler erwiesen sich als nicht schwerwiegend: Aimen Demai erlitt eine Knöchel-, Manuel Junglas eine Kieferprellung.

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