Aachen - Alemannias Führung war früh gewarnt

Alemannias Führung war früh gewarnt

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
meino heyen
Horst Rambau hat in einem Schreiben an den Aufsichtsratsvorsitzenden Meino Heyen und andere Gremiumsmitglieder auf ein drohendes „Desaster” hingewiesen.

Aachen. Die Mail von Horst Rambau datiert vom 20. April dieses Jahres, und wenn man so will, war es ein Orakel, das sich nun bewahrheitet hat. Das damalige Aufsichtsratsmitglied von Alemannia Aachen wies in dem Schreiben an den Aufsichtsratsvorsitzenden Meino Heyen und andere Gremiumsmitglieder auf ein drohendes „Desaster” hin.

„In großer Sorge um unseren Club” rechnete der Steuerberater seinen Kollegen vor, dass anhand der Planrechnung von Geschäftsführer Frithjof Kraemer der Verein „als Drittligist mit Mindereinnahmen von 2.729.000 rechnen” müsse. „Da Herr Kraemer bereits mit einem Verlust von 1.747.000 Euro geplant hatte, bedeutet dies, dass uns aktuell 4 500.000 Euro fehlen”, steht in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt.


In seiner April-Mail rechnet Rambau vor, dass kaum die Möglichkeit bestehe, „dass uns Einsparungen in der notwendigen Höhe gelingen. Wir müssen ehrlich diskutieren, welches Risiko wir gehen und welches (sportliche; d. Red.) Ziel wir in der kommenden Saison verfolgen wollen.” Das Schreiben aus dem Frühjahr, als Alemannia noch in der 2. Liga strampelte, endet mit den Worten: „Die Lage ist ernst, und die jetzt noch nicht gelegten Fundamente für die kommende Saison können uns schon bald alles kosten. In der Hoffnung auf ein Wunder verbleibe ich...” Stattdessen erlebt der Klub nun sein blaues Wunder.


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