Alemannias erster Test: Mit Gödde-Doppelpack in die Saison

Von: Helga Raue
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Im ersten Test der Vorbereitung auf die Regionalliga-Saison lieferten die Kaiserstädter eine überzeugende Leistung ab. Foto: Martin Ratajczak

Roetgen. Mehmet Scholl hätte sein neues Lieblingswort „Packing-Rate“ gleich mal anbringen können: Die Partie war gerade erst zwei Minuten alt, da überspielte Tom Moosmayer die gesamte Aachener Abwehr und legte Alex Keller vor, der nur knapp am Pfosten scheiterte. Es sollte die einzige Chance für den FC Roetgen bleiben.

In seinem ersten Testspiel ließ Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen am Freitagabend beim Bezirksliga-Aufsteiger nichts anbrennen und gewann 6:0 (4:0).

„Da haben wir geschlafen“, beschäftigte Aachens Coach Fuat Kilic die einzige kritische Szene, „aber ansonsten hatten die Gastgeber keine Chance.“ Mit einem Doppelschlag meldete Philipp Gödde als erster Alemannia-Torschütze der Saison seinen Anspruch auf den Stammplatz im Sturm an: Bei Tor Nummer eins (8.) staubte er nach einer nicht ganz geglückten Parade des Roetgener Keepers Christopher Albrecht blitzschnell ab, für Tor Nummer zwei (10.) legte ihm Dominik Ernst wunderschön auf.

Per Kopf traf Jerome Propheter (15.), neben Jannik Löhden in der Innenverteidigung, nach einem Freistoß von Neuzugang Mergim Fejzullahu, der auf dem linken Flügel agierte und mit einer feinen Aktion auf 4:0 (23.) erhöhte.

Eine Verletzungspause nutzte Roetgens Co-Trainer Philipp Dunkel, um sein Team neu einzustellen. Fortan agierten die Gastgeber deutlich kompakter, machten die Räume enger, und Alemannia hatte mehr Mühe, eine Lücke zu finden. Das setzte der Bezirksliga-Aufsteiger auch in den zweiten 45 Minuten gut um.

In der Pause wechselte Dunkel fünf Akteure aus, Kilic neun, der angeschlagene Timo Staffeld fehlte ganz.

Nur Neuzugang Daniel Pütz, in Durchgang eins neben Necirwan Khalil Mohammad, später neben Meik Kühnel auf der „Sechs“, und Testspieler Günter Mabanza, der hinten links agierte, spielten durch. In der Innenverteidigung sorgten Testspieler Onur Alagöz und Karim Kucharzik dafür, dass Mark Depta im Tor völlig beschäftigungslos blieb. Auf den Flanken agierten nun Christos Draganidis und links Joy-Lance Mickels, der erst am Morgen verpflichtet worden war. Dennis Dowidat (72.) erhöhte per Foulelfmeter, Testspieler Ryo Suzuki (88.), der offensiv positiv auffiel, traf zum finalen 6:0.

„Wir hatten uns vorgenommen, ohne Gegentor zu bleiben. Und haben das auch gut umgesetzt“, war Kilic mit dem ersten Auftritt nach erst sechs Trainingseinheiten zufrieden, auch wenn die Chancen nach der Pause rarer gesät waren. „Wir hatten sehr viel Ballbesitz, zeigten viel Passspiel, sind aber nicht mehr so in den gefährlichen Raum vorgedrungen. Man sieht, dass das Zusammenspiel noch besser werden muss.“ Auch wenn die Entscheidung noch aussteht, mit der Rückkehr von Fabian Graudenz und Taku Ito rechnet Kilic nicht wirklich.

„Es wäre schön gewesen, wenn das 1:0 gefallen wäre“, bedauerte Dunkel. „Wir sind ja, anders als die Alemannia, noch gar nicht im Training. Dafür haben wir es nach der ersten halben Stunde und vor allem in der zweiten Hälfte gut gemacht.“

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