Alemannias erster Ausflug in diesem Jahr geht zum Bonner SC

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Alemannia-Spieler Jannik Löhden bejubelt sein Kopfballtor.

Aachen. Alemannias erster Ausflug in diesem Jahr geht zum Bonner SC. Die Mannschaft will eine gute Welle erwischen für die nächsten zwei Monate in der Liga. Vor dem Spiel sprach unser Redakteur Christoph Pauli mit Innenverteidiger Jannik Löhden.

Die Spitzenteams sind weit enteilt. Um was geht es für Alemannia noch in dieser Saison?

Löhden: Wir haben einen Deal mit dem Trainer geschlossen. Es geht darum, dass wir besser punkten als in der Hinrunde. Gegen Teams, gegen die wir verloren haben, wollen wir punkten, gegen Teams, gegen die wir Remis gespielt haben, gewinnen. Und gegen Mannschaft wie Bonn am Freitag, gegen die wir in der Hinrunde gewonnen haben, wollen wir den Sieg wiederholen. Auf lange Sicht wollen wir oben in der Tabelle mitmischen und unter den ersten vier bis fünf Teams landen.

Was ist der Einsatz beim Deal?

Löhden (grinst): Es gibt keinen Einsatz. Mit Fuat Kilic kann man allerdings gut verhandeln und auch Spaß haben. Vielleicht können wir noch einen Abend in einem türkischen Restaurant herausholen.

Ist die ungeklärte finanzielle Zukunft des Klubs ein großes Thema in der Kabine?

Löhden: Wir hatten in der Vorbereitung ein, zwei klärende Gespräche mit der Vereinsführung in Anwesenheit von Trainer und Geschäftsführer. Wir sind also informiert und wissen, dass jeder Spieler sein Glück am Tivoli selbst schmieden kann. Der Verein will die Situation verbessern, wir hoffen, dass es am Ende eine gute Lösung geben wird.

Kurzfristig wird es keine Lösung geben. Kommt da Hektik auf im Kader, weil nur zwei Spieler einen Arbeitsvertrag über die Saison hinaus haben?

Löhden: Nein, das Klima in der Kabine und auf dem Trainingsplatz ist sehr angenehm. Die Situation beeinflusst uns gar nicht. Wir haben hier noch eine Menge zu erledigen, und darauf sind wir fokussiert. Jeder Spieler will sich so präsentieren, dass er für eine Vertragsverlängerung in Frage kommt.

Sie selbst sind 27 Jahre alt. Bleibt man da entspannt in so einer Lage, oder haben Sie Ihren Berater losgeschickt Ausschau zu halten?

Löhden: Ich bin immer noch gelassen. Wir wissen, was wir hier an dem Verein und am Arbeitsklima haben. Bislang hatte ich hier sehr schöne anderthalb Jahre am Tivoli und kann mir sehr gut vorstellen, hier zu bleiben. Ich fühle mich hier sehr wohl.

Besteht nicht die Gefahr, dass die Mannschaft völlig auseinanderbricht, weil es eben auch etliche Spieler gibt, die nur 450 Euro verdienen?

Löhden: Die Ausgangslage ist in der Tat nach dieser Saison sehr extrem. Aber es gibt in jedem Jahr einen Umbruch, das ist Alltag in der Regionalliga. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich. Der eine oder andere hat noch einen Job nebenbei, einige wohnen noch Zuhause. Die Ausgangslage variiert. Wenn du zum Beispiel ausziehen willst, musst du eben mehr verdienen.

Ist es für Sie wichtig, dass der Trainer in Aachen bleibt?

Löhden: Ich kann für den Großteil der Mannschaft sprechen: Wir arbeiten sehr gerne mit Fuat Kilic zusammen und würden das auch gerne beibehalten. Auch das ist sicher ein Aspekt in unseren Überlegungen.

Auch eine Vertragsverlängerung von Kilic ist eine Hängepartie. Wirkt sich diese flächendeckende Unsicherheit leistungshemmend aus?

Löhden: Das sollte sie nicht. Aber man hat gesehen hat, wie emotional wir den späten Sieg gegen Wiedenbrück gefeiert haben. Da jubelten nicht drei, vier Spieler zusammen, sondern es gab eine große Traube, in der alle steckten.

Kann eine so schwierige Situation, eine Mannschaft auch zusammenschmieden?

Löhden: Definitiv. Gerade in der Not muss man noch enger zusammenrücken. Der Effekt ist da, ich hoffe, es bleibt dabei. Natürlich ist am Ende des Tages jede Profi ein Einzelsportler, aber wenn jeder Vollgas gibt, profitiert davon die Mannschaft. Mögliche Aufstellung: Nagel - Ernst, Propheter, Löhden, Winter - Fejzullahu, Staffeldt, Kühnel, Mohr - Hammel, Gödde

Schiedsrichter: Wollenweber (Mönchengladbach)

Bilanz: 19 Spiele/12 Siege/4 Remis/3 Niederlagen/41:20 Tore.

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