Alemannia will in Oberhausen die Gunst der Stunde nutzen

Von: pa
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Fuat Kilic
Nach dem schwachen Spiel gegen Wattenscheid will Alemannias Trainer Fuat Kilic in Oberhausen wieder in die Siegspur zurückfinden. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Vermutlich ist es kein ganz gutes Zeichen, wenn sich der Präsident eines Vereins früh in der Saison mit seiner sportlichen Einschätzung zu Wort meldet. Zwei Spieltage sind in der Regionalliga sauber abgeheftet, RW Oberhausen hat 0:4 gegen Ahlen und 0:1 in Verl verloren.

Präsident Hajo Sommers hat eine klare Meinung über den Saisonstart. „Den haben wir natürlich absolut verrissen. Wir sind scheiße in die Saison gekommen“, wird er im Reviersport zitiert. Den Auftakt hat er urlaubsbedingt verpasst, er ließ sich erzählen, „das sei das schlechteste Spiel seit 40 Jahren“ gewesen. Beim unglücklichen 0:1 in Verl war Sommers wieder Augenzeuge, er vermisste das Aufbäumen des Teams. „Du brauchst in dieser Liga aber auch Arschlöcher, Sausäcke und Vollhonks. Davon haben wir nicht genug.“ Findet jedenfalls der Präsident.

Alemannias Trainer Fuat Kilic hat einen anderen Eindruck vom Gegner, nachdem er die ersten beiden Partien am TV seziert hat. „Sie haben eine enorme Qualität, die sie in beiden Spielen auch gezeigt haben.“ Gleichwohl hat man auch in Aachen registriert, dass beim alten Rivalen schon früh in der Saison viel Dampf unter dem Kessel ist.

Bessere Raumaufteilung

Das Momentum wollen die Gäste am Dienstag nutzen, Alemannia will dafür sorgen, dass sich die erste allgemeine Verunsicherung auch am Dienstag wieder bei RWO ausbreitet. Dabei läuft auch Aachen nicht unbedingt mit stolzgeschwellter Brust nach dem ernüchternden Samstagsspiel auf. „Wir haben das ausführlich analysiert.“ Mit deutlich besserer Raumaufteilung soll die nächste Aufgabe angegangen werden, Kilic setzt auf Außenspieler, die ihre Positionen halten.

Die Personaldecke ist schon angespannt. Dominik Ernst ist gesperrt, Joy-Lance Mickels fehlt bis auf weiteres, Dennis Dowidat ist frühestens am Samstag gegen Sprockhövel wieder eine Option. Für Ernst wird wieder Nils Winter auf die rechte Seite gezogen. Als linker Verteidiger kommen Tobias Mohr oder auch Karim Kucharzik in Frage. Mergim Fejzullahu könnte auf den linken Flügel zurückkehren, in der Zentrale ist Ryo Suzuki eine Überlegung wert. Kilic will ein paar neue Kräfte in der englischen Woche einsetzen. Das letzte Spiel hat dafür ausreichend Hinweise gegeben.

Mögliche Aufstellung: Nagel - Winter, Propheter, Löhden, Mohr - Staffeldt, Mohammad - Rüter, Suzuki, Fejzullahu - Gödde

Schiedsrichter: Alexander Ernst (Schwerte)

Bilanz: 80 Spiele/33 Siege/25 Remis/22 Niederlagen/114:100 Tore

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