Aachen - Alemannia will die falsche Spurrille verlassen

Alemannia will die falsche Spurrille verlassen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Will mit seiner Mannschaft, den schlechten Trend am Donnerstag stoppen: Peter Schubert. Foto: imago/Simon

Aachen. So ganz wird das Rätsel nicht gelöst werden. Warum geht Alemannia kollektiv unter bei der Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach, als vermutlich sogar der Ball weinend vom Spielfeld kam? „Das ist schon ungewöhnlich“, findet Peter Schubert.

Nach dem ersten Gegentor zerfiel seine Mannschaft in einem Tempo, auf das jede Brausetablette stolz wäre. Und es fand sich niemand, der den Prozess stoppen konnte. „Jeder soll sich selbst hinterfragen, was er investiert hat, um diesen Prozess zu verhindern“, sagt der Trainer.

Natürlich haben sie zwischen den Spielen den Untergang thematisiert. „Aber man kann sich auch zu Tode diskutieren“, sagt Schubert. „Ich will eine Erklärung am Donnerstag auf dem Feld sehen.“ Dort wartet wieder eine spielstarke Zweitvertretung, diesmal aus Bochum (FuPa-Liveticker ab 19.30 Uhr). Auch das Team von Dariusz Wosz erlebt derzeit nicht die beste Schaffensphase. Der 8. Spieltag bricht erst heran, „aber das ist das wichtigste Spiel bislang für uns“, sagt Schubert.

Die Mannschaft hängt in der falschen Spurrille fest, davon künden drei Niederlagen in Serie. „Wir sind in der Bringschuld, dass die Zuschauer wieder zufrieden nach Hause gehen. Wir müssen zeigen, dass wir unsere Fehler erkannt haben.“ Aus einem passiven soll wieder eine aktives Team werden. Zuletzt gelang es kaum, den Gegner unter Druck zu setzen, der sich herzhaft durch Aachens poröse Abwehr spielen durfte. „Wenn man so spielt, bekommt man auch mit fünf defensiven Mittelfeldspielern keinen Zugriff“, ärgert sich Schubert.

Nun wäre der desolate Auftritt geeignet, das Team stärker umzubilden. Es gibt Überlegungen für jeden Block, etwas zu verändern. Personal ist ausreichend vorhanden, nur Kris Thackray fehlt noch. „Wir werden auf die elf Spieler setzen, die am besten mit dieser Situation umgehen können.“ „Diese Situation“ ist dann schon etwas ungemütlich, Schubert will auf Profis mit einer „entsprechenden mentalen Robustheit“ setzen, sollte sich der Abend etwas zäh entwickeln. Veränderungen sind durchaus möglich, aber nicht zwingend. „Wir sind zuletzt alle zusammen untergegangen, vielleicht hilft auch das gleiche Team wieder beim Auftauchen“, sind die Überlegungen noch nicht abgeschlossen. Don­ners­tag­abend gilt ohnehin verstärkt: Einstellung geht über Aufstellung.

Die Partie wurde übrigens vorverlegt, richtet der Aachener Malteserhilfsdienst am Wochenende den Bundeswettbewerb am Tivoli aus. Vorher wollen sich die Hausherren aber noch selbst helfen...

Mögliche Aufstellung: Löhe - Schumacher, Hackenberg, Lünenbach, Lejan - Sangare, Marquet, Neppe, Dowidat - Duspara, Krasniqi

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