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Alemannia wartet noch auf die letzte Rate des Hauptsponsors

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Tivoli
Am Tivoli reagiert man irritiert auf die ausbleibende Sponsoren-Zahlung in sechsstelliger Höhe.

Aachen. Das Angebot der Investorengruppe ist am Tivoli eingetroffen. Seit Tagen wird es nun von den Mitgliedern der Gremien überprüft und abgewogen. Die Gruppe um Michael Kölmel und Florian Meise hatte eine einstimmige Zustimmung aus den Reihen der Funktionäre eingefordert, bevor dann irgendwann im Frühjahr eventuell die entscheidende Abstimmung der Mitglieder anstehen könnte.

Noch ist unklar, ob die Reihen in den Räten geschlossen werden. Bauchschmerzen macht zum Beispiel die Idee der möglichen Geldgeber, dass Alemannia erst einmal die Etatlücke in Höhe von etwa 500.000 Euro aus eigener Kraft schließt.

Die Investoren wollen lieber in der Stunde Null starten, was die Aussicht auf eine angestrebte Rendite verbessert. Zudem soll noch geklärt werden, in welchem Zeitfenster Gesellschafteranteile wieder veräußert werden können. In einem ersten Schritt wäre die Übernahme von 49,5 Prozent der Anteile geplant, fällt die gesetzliche Schranke, könnten die Investoren bis zu 80 Prozent übernehmen – so ist der Plan.

Dem Verein drohen nach Informationen dieser Zeitung weitere ungeahnte finanzielle Schwierigkeiten. Die letzte für den 1. Dezember verabredete Tranche des neuen Haupt- und Trikotsponsors Check2win ist ausgeblieben. Das Dienstleistungsunternehmen aus Würselen war im Sommer am Tivoli eingestiegen, die Partnerschaft wurde auf mindestens zwei Jahre angelegt. Damals teilte Geschäftsführer Alexander Goy mit: „Die Alemannia ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir identifizieren uns zu 100 Prozent mit dem Verein und der Region.“

Am Tivoli reagieren sie irritiert auf die ausbleibende Zahlung in sechsstelliger Höhe. Er sei „sehr verärgert“ bei diesem Thema, sagt Geschäftsführer Timo Skrzypski, der sich weiter nicht äußern will. Mitte des Monats trafen sich die Vertragspartner zu einem Gespräch, die Zahlung blieb auch danach aus. Alemannia hat dem Vernehmen nach ein paar Einnahmen vorgezogen, um die Gehälter für den Dezember zahlen zu können.

Andere Rechnungssteller landen erst einmal in der Warteschleife. Am Tivoli hoffen sie immer noch, dass sich die Sache schnell regeln lässt. „Jeder sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass eine nicht geleistete Zahlung aus welchen Gründen auch immer, die Aussicht auf die Fortbestandsprognose des Vereins verschlechtert“, sagt Alemannias Aufsichtsratsvorsitzender Christian Steinborn pauschal. Der Versuch der Redaktion, in den letzten Tagen mit dem urlaubenden Goy ins Gespräch zu kommen, scheiterte.

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