Aachen - Alemannia: Warmer Empfang beim ersten Training

Alemannia: Warmer Empfang beim ersten Training

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Die Grübelphase hält an: Vor dem Auftakt hat die Alemannia gegen Koblenz getestet - und musste sich klar geschlagen geben. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Noch ist der Spielplan der Regionalliga West nicht ausgepuzzelt, doch die TV-Sender haben beim Staffelleiter einen Wunsch hinterlegt. Und so könnte es sein, dass Alemannia Aachen im ersten Heimspiel am 2. Spieltag Anfang August auf einen alten Bekannten am Tivoli trifft: Rot-Weiß Essen.

Der andere große Traditionsverein der 4. Liga nahm am Sonntag den Betrieb mit nahezu kompletter Kapelle auf, während ein Mannschaftsfoto von Alemannia Aachen noch viele Lücken aufweisen würde.

Etwa 400 Fans besuchten das erste Training des Regionalligisten am Samstagvormittag. Vor einem Jahr säumten um diese Zeit etwa 1000 Anhänger das Spielfeld, doch die aktuelle Zahl ist immer noch spektakulär eingedenk des fortgesetzten Niedergangs des Vereins. Vermutlich wird mancher Regionalligist so viele Besucher nicht mal im Liga-Alltag erreichen.

 „Ich habe mir diese Resonanz erhofft“, sagt der neue Trainer Peter Schubert. „So merken die Spieler direkt, dass es etwas Besonderes ist, für diesen Verein zu spielen.“ Die letzten Tage haben Schubert und sein Co-Trainer Reiner Plaßhenrich mehr Zeit am Telefon verbracht als gut ausgelastete Mitarbeiter im Call Center. „Urlaub am Telefon.“ Und auch nach der Rückkehr „mussten wir noch Dinge regeln, von denen wir dachten, sie seien bereits geregelt“.

Im Kader sind noch ausreichend Planstellen vorhanden, die die Trainermanager kurzfristig besetzen müssen. 17 Feldspieler – darunter die Neuzugänge Dennis Dowidat, Admir Terzic, Florian Abel und Frederic Löhe – und drei Torhüter nahmen die Arbeit auf. Der nächste Neuzugang soll Nazim Sangare sein, der in der Jugend ebenfalls schon für die Schwarz-Gelben kickte und zuletzt für die A-Jugend von Borussia Mönchengladbach auflief.

Zum Casting wurden Aleksandar Pranjes (zuletzt bei Niederrhein-Oberligist TuS 64 Bösinghoven), der schon in der U 23 am Tivoli spielte, Marius Müller (zwei Spiele für Mönchengladbach II) und Tobias Meinhardt (zuletzt GD Lagoa/3. Liga Portugal) geladen. Ebenfalls dabei: Thomas Unger. Der vereinslose Torwart stand bereits von 2009 bis 2011 bei der Alemannia unter Vertrag.

Sechs Einheiten stehen an drei Tagen zum Auftakt an. „Bis dahin werden wir uns ein Bild über die Gastspieler machen“, sagt Schubert. Viele sehr „polyvalente Spieler“ hat er in seiner neuen Mannschaft ausgemacht. Grob formuliert sind das Kicker, die in der ersten Halbzeit hinten rechts verteidigen und in der zweiten Halbzeit vorne links stürmen. Trotz aller Vielseitigkeit: Es fehlen noch klassische Mittelstürmer.

 Ein bisschen betrübt sind sie beim Klub, dass Robert Leipertz wortbrüchig geworden ist, „obwohl er uns mündlich zugesagt hatte“. Das Talent wechelt zum FC Schalke II.

Einen Neuzugang gibt es im Trainerstab: Thomas Fonfara bildet die Keeper aus. Der Aachener, zuletzt unter anderem für den Bayrischen Fußballverband aktiv, wird auf Honorarbasis tätig. Einen hauptamtlichen Torwarttrainer kann sich der Klub nicht mehr leisten. Sven Schaffrath ist Schuberts zweiter Assistent, der 28-Jährige soll zudem die zweite Mannschaft übernehmen. Gearbeitet wird am Tivoli weiterhin nur mit Profis, kein Spieler geht noch einer anderen Tätigkeit nach.

Einen prominenten Trainingsgast hat das Team ab Montagmorgen. Nach sechs Jahren und 160 Bundesliga-Spielen bei Hannover 96 kehrt Sergio da Silva Pinto an den Tivoli zurück. Der 32-Jährige will sich auf eigenen Wunsch – ebenso wie Aimen Demai – bei Alemannia fithalten, bis sich die nächste berufliche Herausforderung gefunden hat.

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