Alemannia: Vier Spiele in Serie

Von: Christoph Pauli
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Anhänger einer gesunden Härte: Verteidiger Dominik Ernst fordert auch bei Schalke II einen mutigen Auftritt. Foto: imago/Revierfoto

Aachen. Der Spielplaner hat eine eigenwillige Idee bei Alemannia umgesetzt. In direkter Folge muss das Team gegen die vier Zweitvertretungen aller Bundesligisten in der Regionalliga antreten. Die ersten Wettkämpfe gegen die Borussen aus Mönchengladbach und Dortmund gingen schief, weil die eine Mannschaft zu stark, die andere Mannschaft zu glücklich am jeweiligen Spieltag war.

Vor dem „Protest-Spiel“ gegen den 1. FC Köln reist das Team am morgigen Sonntag nach Herne, wo das Stadion auf den schönen Namen „Mondpalast Arena“ hört. Dort ist Schalke II ab 14.30 Uhr der Gastgeber. Bei der Zweitbesetzung der Königsblauen ist gerade Sidney Sam im Sturm die Attraktion. Der Ex-Nationalspieler sammelt über die Regionalliga Spielpraxis für den absehbaren Vereinswechsel.

Alemannia gelang die Frustbewältigung nach der überflüssigen Heim-Pleite gegen Dortmund durchaus souverän während der Woche im Pokal. Der 3:0-Erfolg in Wegberg-Beeck (das nächste Pokalspiel gegen Fortuna Köln wurde auf Mittwoch, den 21. November, 19 Uhr, terminiert) war dann gleichzeitig auch ein Bewerbungsspiel für etliche Profis, die in den letzten Wochen nur punktuell berücksichtigt wurden. „Sie haben sich alle vernünftig präsentiert“, sagt Kilic und hebt ein bisschen Mergim Fejzullahu hervor, der zwei Treffer vorbereitete. Für Torwart Philipp Sprint war die Partie dagegen ungeeignet. Er bekam kaum Aufgaben gestellt, konnte nicht in eigener Sache punkten. Ein Torwartwechsel war und ist durchaus Thema im Trainerstab, aber diese Partie beim klassentieferen Klub ändert erst einmal nichts. „Nach so einem Spiel zu wechseln, wäre gegenüber Pascal Nagel unfair.“ So bleibt die Hierarchie gewahrt.

Neuzugang Daniel Hammel schaffte seine erste Partie über 90 Minuten. „Es lief nicht alles rund“, sagt Kilic über den Mittelstürmer, „aber er hat mit seinem Tor Selbstvertrauen getankt.“ Der Coach muss gegen Schalke erneut auf Joy-Lance Mickels verzichten, der in der nächsten Woche wieder mit dem Einzeltraining beginnen kann, Necirwan Mohammad fehlt nur noch gegen Schalke II.

Schalkes Nachwuchsteam kann aus einem großen Reservoir von 30 Spielern eine Mannschaft basteln, das macht trotz aller „Spionageaktivitäten“ Prognosen über die Aufstellung schier unmöglich. „Sie haben grundsätzlich ein Problem im Defensivverbund“, hat Kilic beobachtet – und will deswegen „mutig“ aufstellen. „Die ganzen zweiten Mannschaften sind spielerisch stark“, sagt Dominik Ernst. „Sie können aber die Härte nicht ab.“ Die Gäste wollen Schalke mit couragiertem Spiel „wehtun“. Die Hinrunde biegt auf die Zielgerade. „Wir würden gerne unter den ersten vier, fünf Teams überwintern“, meint Ernst. Dann beginnt die Zeit der Weichenstellung in der Pause. Vor etwa vier Wochen hatte Aufsichtsratschef Christian Steinborn angekündigt, den Vertrag mit Kilic verlängern zu wollen. Passiert ist seitdem: nichts. Nicht einmal einen Kontakt hat es gegeben.

Mögliche Aufstellung: Nagel - Ernst, Propheter, Haitz, Winter - Staffeldt, Kühnel - Rüter, Dowidat, Fejzullahu - Gödde

Schiedsrichter: Philipp Hüwe (Coesfeld)

Bilanz: 6 Spiele/2 Siege/4 Niederlagen/ 6:8 Tore

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