Aachen - Alemannia verschiebt die Präsentation des Trainers

Alemannia verschiebt die Präsentation des Trainers

Von: Christoph Pauli
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Bald in Aachen am Ball? Uwe Koschinat bereitet gerade Fortuna Köln auf das Pokalfinale gegen Aachen vor. Foto: imago/Dünhölter SportPresse

Aachen. Die Trainersuche verzögert sich. Eigentlich wollte Alemannias Manager Uwe Scherr bis Mitte dieser Woche den Nachfolger von René van Eck küren, der ein halbiertes Gehaltsangebot ausgeschlagen hatte. Jetzt nennt Scherr den 1. Juni als Stichtag.

„Bis dahin wollen wir einen Trainer präsentieren.“ Nach schrecklichen sechs Jahren, in denen der Verein von der Bundesliga über die 2. und 3. Liga bis hinunter zur Regionalliga durchrauschte, müsse man sorgfältig suchen. „Wir müssen jetzt ein Fundament für die Zukunft legen.“ Ohnehin wachsen die Bäume am Tivoli schon lange nicht mehr in den Himmel. Vom sofortigen Wiederaufstieg redet niemand, vielmehr gilt: „Wir wollen eine Saison ohne Abstiegskampf schaffen.“ Für die Aufgabe muss Scherr nun gerade einsam die Spieler auswählen, der neue Trainer stellt jedenfalls noch nicht die Weichen, wie es naturgemäß angestrebt war. Scherr sagt aber auch, dass er einen klaren Favoriten für das Amt besitzt. An Spekulationen will er sich natürlich nicht beteiligen.

Vielleicht hängt dieser verlagerte Stichtag mit dem neuen Trainer zusammen. Am 29. Mai findet das letzte Saisonspiel statt: Alemannia trifft im FVM-Pokalfinale auf Fortuna Köln und deren Trainer Uwe Koschinat. Nach Informationen unserer Zeitung besteht ein handfestes Interesse am 41-Jährigen. Aber es gibt noch einige Hürden zu überspringen. Der Vertrag von Koschinat ohne jede „Fluchtklausel“ läuft noch ein Jahr. Erst am Wochenende verpasste der Traditionsklub den Meistertitel in der Regionalliga West und damit die Aufstiegsrunde. „Mit anderen Szenarien habe ich mich bis dahin nicht beschäftigt“, sagt Koschinat, dem nach eigener Auskunft „keine Anfrage“ vorliegt.

Auch am Standort Köln herrscht noch viel Unklarheit. Der Hauptsponsor, der mit viel Geld den Aufstieg schaffen wollte, hat sich Bedenkzeit erbeten. Will er noch einmal einen Anlauf machen, oder steigt er komplett aus? Erst am Tag des Pokalfinales will er sich erklären. Hört er auf, ändert sich die Ausgangslage deutlich: Fortuna wäre dann ein Verein, der sich eher gegen den Abstieg wehren müsste. Für den Trainer wäre das eine Änderung der Lage. So werden auch bei Fortuna derzeit keine Fakten geschaffen mit ähnlicher Konsequenz wie in Aachen: Spieler gehen von Bord. Aber vielleicht verbindet die Klubs dieses Endspiel dann mehr, als jetzt absehbar ist.

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