Sprockhövel - Alemannia verpasst Lucky Punch gegen Sprockhövel

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Alemannia verpasst Lucky Punch gegen Sprockhövel

Von: Helga Raue
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Eingerahmt: Alemannias Daniel Hammel darf sich gleich mit zwei Sprockhöveler Gegenspielern auseinandersetzen. Foto: Jérôme Gras

Sprockhövel. Fuat Kilic musste nach dem Abpfiff erst einmal ein paar Minuten in der Kabine durchatmen, zu sehr hatte Alemannias Coach sich geärgert. „Wir hätten den Lucky Punch machen können, aber statt aus fünf Metern den Ball einfach mal über die Linie zu drücken und einen dreckigen Sieg zu feiern, legen wir noch einmal quer“, ärgerte sich Kilic über zu viele Einzelaktionen, denn das 1:1 (1:1) der Aachener beim Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga TSG Sprockhövel war zu wenig.

Für Aachen war es der erste Besuch bei der TSG Sprockhövel. Der Tabellenletzte war 25 Kilometer von seinem Heimatort ins Hagener Ischelandstadion umgezogen, in dem sich 750 Zuschauer, darunter rund 200 Alemannia-Fans, verloren. Gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Wuppertal hatte Kilic drei Änderungen vorgenommen: Jerome Propheter kehrte nach seiner Gelbsperre wieder auf seine angestammte Position in der Viererkette zurück, im Sturm ersetzte Daniel Hammel Philipp Gödde. Maurice Pluntke, der gegen Wuppertal in der Viererkette sein Startelfdebüt gegeben hatte, gab diesmal den „Sechser“.

Die Gäste standen gegen den Tabellenletzten unter Zugzwang und mussten gegen den defensiv eingestellten und gut stehenden Gastgeber das Spiel machen. Die Alemannia hatte von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz, fand aber zu selten einen Weg durch die Abwehr, so dass zunehmend auf lange Bälle gesetzt wurde – immer wieder ging aber auch die Fahne hoch. Die erste Chance hatte der erneut umtriebige Joy-Lance Mickels (3.) nach einer Hammel-Flanke von rechts, doch er jagte den Ball in den Himmel. Eine Vorlage von Meik Kühnel auf Dominik Ernst (15.) landete ebenso im Nirwana.

Wie aus dem Nichts lag Aachen zurück: Christopher Antwi-Adjej (28.) konterte nach einem Aachener Standard und erwischte Ernst auf dem falschen Fuß – 1:0, der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Doch nur vier Minuten später setzte sich Ernst über rechts durch, ließ TSG-Keeper und -Abwehr aussteigen und glich aus spitzem Winkel aus. Ähnlich war eine Großchance von Fejzullahu (41.) herausgespielt, der allerdings ebenso knapp scheiterte wie Mickels im Nachschuss. Die folgenden Ecke von Tobias Mohr verlängerte Jannik Löhden per Kopf, doch der TSG-Keeper hatte noch die Fingerspitzen dran.

Halbzeit zwei war noch keine 30 Sekunden alt, als der Ball im Aachener Netz zappelte, doch der Torschütze stand zum Glück der Gäste abseits. Der Schreck weckte die Aachener: Nach Kühnel-Zuspiel lupfte Fejzullahu (47.) den Ball über den Keeper – aber auf die Latte. Und auch Joy-Lance Mickels setzte ein Zuspiel seines jüngeren Bruders Leroy-Jacques, der sein Debüt feierte, vorbei. Zunehmend plätscherte das Spiel nur noch dahin: Aachen fand keinen Weg durch die Abwehr, die langen Bälle blieben zunehmend aus, Chancen – Fehlanzeige. Ernst (84.) schürte die Hoffnungen noch einmal, ein schneller Konter, doch der Ball hoppelte auf dem schlechten Geläuf, der Ball kam noch zu Joy-Lance Mickels, der aus kurzer Distanz nicht abschließen konnte.

„Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass man nach jedem zweiten, dritten Spiel will und doch nicht genug will“, ärgerte sich Ernst. „In der ersten Hälfte hatten wir mit den langen Bällen ein gutes Mittel gefunden, das ist uns nach der Pause zunehmend abhanden gekommen. Dabei wollten wir in der zweiten Hälfte noch eine Schippe drauflegen. Vor allem die letzten 25 Minuten sind dahingeplätschert, weil wir nicht mehr gut gekämpft haben.“ Kilic ärgerte sich über mangelnde Fairness, da der Spielfluss oft versiegte: „Von dem Boden hier wollen wir gar nicht reden, aber da gibt es nur zwei Ersatzbälle. Ich kann ja verstehen, dass Sprockhövel irgendwie um jeden Punkt kämpft, aber doch bitte fair.“

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