Alemannia: Vermarkter lässt den Stecker drin

Von: Klaus Schmidt
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Hofft auch auf bessere Zeiten am Tivoli: Thomas Deutz vor einem Bild aus der Vergangenheit. Foto: Steindl

Aachen. Der GAU ging an der Krefelder Straße vorbei. Vermarkter Infront dürfte die Deckungslücke bei Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen schließen, die nach letzten Erkenntnissen bei 563.000 Euro bis zum Saisonende lag, und machte nicht von seiner Option Gebrauch.

Bis zum 15. Januar hätte man nach Informationen unserer Zeitung am Tivoli aussteigen können, weil das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Über Nacht wäre dann bei Alemannia der Stecker rausgezogen worden.

Infront ließ nach unseren Informationen die Klauselfrist verstreichen, knüpfte das aber wohl an personelle Bedingungen. So sollen zukünftig Tim Hammer, Thomas Deutz, Oliver Laven, Christoph Terbrack, Olaf Heinrich, Horst Reimig und Heinz Maubach die handelnden Personen in den Gremien sein. Vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder am 13. März.

Am Mittwochabend stellten sich zwei Kandidaten bei der Findungskommission vor. Carsten Gaede, Personal Coach und Unternehmensberater aus Leverkusen und bislang noch nicht in der Fußballszene verankert, und Stephan Beutel, Ex-Manager des FC St. Pauli und von Rot-Weiß Erfurt.

Alemannia sucht einen Geschäftsführer für die Zeit nach der Insolvenz. „Wir sind noch in der Findungsphase“, berichtete Beutel auf Anfrage unserer Zeitung, „es liegt nichts auf dem Tisch, zu dem man ja oder nein sagen könnte oder müsste.“ Der 47-Jährige war schon einmal bei den Schwarz-Gelben im Gespräch, als es um die Nachfolge des Managers Andreas Bornemann ging. Gaede bat „um Nachsicht“, sich gar nicht äußern zu wollen. „Ich habe mich zu Verschwiegenheit verpflichtet.“ Eine Entscheidung in der Causa kann ohnehin erst dann fallen, wenn zwei Dinge Fakt sind: ein positiver Verlauf der entscheidenden Gläubigerversammlung am kommenden Dienstag und die Besetzung der Gremien.

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