Alemannia verliert gegen Köln II

Von: Christoph Pauli
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Routine trifft auf Jugend: Ale
Routine trifft auf Jugend: Alemannias Albert Streit (links) bei seiner Tivoli-Premiere und Fabian Schnellhardt, A-Junior des FC. Foto: Birkenstock

Aachen. Der Ärger zog vor dem Anpfiff ein. Angekündigt war am Tivoli eine Kölner Mannschaft, die möglichst identisch nächste Woche gegen Wolfsburg auflaufen könnte. Ein Etikettenschwindel.

Trainer Stale Solbakken ließ im letzten Testspiel das Schattenkabinett ran: Fünf A-Junioren und fünf Spieler der Zweiten Mannschaft (Regionalliga) stiegen am Abend aus dem schicken Mannschaftsbus.

„Unter solchen Voraussetzungen hätten wir das Spiel nicht abgeschlossen. Das erhöht nicht die Motivation”, ärgerte sich Aachens Trainer Friedhelm Funkel vor dem Anpfiff. Auf dem Platz fiel der Unterschied zwischen Alemannia und der ambitionierten Nachwuchsmannschaft des Bundesligisten nicht groß aus. Die Kölner siegten 2:1, weil Alemannia einen grotesken Umgang mit Großchanchen pflegte.

Kurzfristig grassierte bei den Gastgebern noch ein Magen-Darm-Virus mit einer merkwürdigen Vorliebe für Verteidiger. Achenbach, Falkenberg und Radjabali-Fardi fielen aus.

Alemannia hätte vor 13.153 Zuschauern schnell in Führung gehen können. Nach einem Konter spielte Uludag Stiepermann frei, der scheiterte aus elf Metern an Kölns Keeper Timo Horn (9.). Die Gäste verschanzten sich nicht. Odise Roshi vernaschte Aachens Verteidiger Korte allzu leicht, und die Hereingabe war eine einfache Übung für Sebastian Freis. Köln II führte nach 16 Minuten.

Eine Blamage zog aber nicht auf, vielmehr erarbeitete sich Alemannia ein halbes Dutzend erstklassiger Chancen. Nach einer Flanke von Neuzugang Albert Streit krabbelten Keeper Horn, Verteidiger Sereno und Benny Auer durch den Fünfmeterraum. Der Ball kullerte gemächlich ins Netz, Aachens verdutzter Kapitän wurde als erster Torschütze in diesem Jahr ausgerufen (26.). Weitere Treffer hätten folgen müssen. Dem munteren Uludag misslang ein Heber über den Gästekeeper (37.), Sekunden später fälschte Weiser einen weiteren Versuch von Stiepermann in letzter Sekunde ab.

Auch der FC entdeckte noch einmal die gegnerische Hälfte. Nach einem Konter verhinderte Aachens Keeper Boy Waterman energisch erst gegen Mikael Ishak und im Folgenden gegen Freis den erneuten Führungstreffer (39.).

Frühzeitig zeichnete sich ein erster Verlierer ab: Der Platz ist nicht gut durch den Winter gekommen. Nach dem Wechsel schickte Trainer Funkel gleich neun neue Spieler aufs Restgrün, nur Korte und Stiepermann blieben durchgehend am Ball. Besser wurde die Chancenverwertung nicht. Stiepermanns Gewaltschuss wurde gekonnt von Keeper Horn abgewehrt (62.), Odonkor und Engelbrecht ließen dagegen ihre Möglichkeiten eher fahrlässig liegen, als die Partie zunehmend einseitiger wurde.

Der Bundesligist war bei einem seiner wenigen Ausflüge zielstrebiger. Uth verwandelte mühelos eine Hereingabe von Roshi zum 1:2 (80.). Kölns Nachwuchs bestrafte die Nachlässigkeit von Aachens Profis.
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