Alemannia unterliegt Fortuna Köln mit 0:1

Von: Christoph Pauli
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Alemannia Aachen unterlag dem Drittligist Fortuna Köln mit 0:1 Foto: Gras

Aachen. Für Dodo Ernst war es eine schnelle Wiederkehr nach Aachen. Der ewig heiser klingende Verteidiger musste viele Hände schütteln und ehemalige Kollegen vor dem Anpfiff umarmen. Ernst beackert nun seit ein paar Tagen für den Drittligisten Fortuna Köln die rechte Seite.

Der 26-Jährige verließ seine ehemalige Wirkungsstätte als 1:0-Sieger, was ein bisschen ungerecht war, denn Alemannia war über weite Strecken des Spiels mindestens gleichwertig, hatte in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Chancen. Das hinderte Christopher Theisen nicht daran, mit einem gekonnten Schlenzer das einzige Tor nach 81 Minuten zu erzielen. Großer Ärger über die erste Saisonniederlage breitete sich danach nicht aus. „Der Spielaufbau war heute schon flüssiger, wir harmonieren schon besser“, beurteilte David Pütz die Leistungssteigerung.

Für Aachen war es so etwas wie die Heimpremiere in dieser Spielzeit, auch wenn die auf dem Trainingsplatz stattfand. Knapp 400 Zuschauer sahen ein munteres Spiel von zwei Mannschaften, die am Morgen noch intensiv trainiert hatten. Die Gästen kamen zudem noch staugeplagt in der Kaiserstadt an, die Partie fing mit halbstündiger Verspätung an.

Der Drittligist hatte die erste Gelegenheit, Mittelstürmer Daniel Keita Ruel verzog jedoch freistehend (3.). Aachen antwortete mit einem Freistoß von Tobias Mohr aus 25 Metern, den Torwart Tim Boss über die Latte lenkte. Mohr beendete die Partie nach vielen Wechseln erstmals als Kapitän, er war der auffälligste Aachener an diesem Tag. Mit seinem Personalcoach Alexander Meisolle hat der 21-Jährige viele Zusatzschichten im Sommer gemacht, die sich in dieser frühen Phase der Saison bemerkbar machen. „Wir reden viel miteinander“, sagt Kilic, „er soll noch mehr Verantwortung übernehmen.“ Der Trainer stand am Spielfeldrand und coachte intensiv. Bislang hat er seine Mannschaft eher im Ausdauerbereich vorbereitet, taktische Einheiten stehen erst in den nächsten Tagen auf dem intensiven Stundenplan.

Fortuna hätte noch vor dem Wechsel in Führung gehen können. Theisen traf volley den Pfosten (40.). Ein paar Sekunden später verpasste Junior Torunarigha seinen ersten Treffer (42.).

Die Wechselorgie begann, die Trainer wollten das gesamte Personal auf Trab bringen. Die zweite Halbzeit ging deutlich an die Hausherren. Erneut war der eingewechselte Ryo Suzuki ein belebendes Element. Der Japaner war in erkennbarer Schusslaune. Mehrfach scheiterte er am Kölner Torwart André Poggenborg. So endete die Partie mit einem etwas schmeichelhaften Erfolg der Kölner. „Das Ergebnis ist in dieser Phase nicht so wichtig, auch wenn die Mannschaft sich heute hätte belohnen können.“

Am Tivoli läuft immer noch die Fahndung. Ein Haupt- und Trikotsponsor steht ebenso auf der Liste wie ein neuer Ausrüster. Und auch Personal wird noch gesucht. Kilic sucht unverändert einen Mann für die linke Seite und einen Innenverteidiger. Und da könnte es eine spektakuläre Entwicklung geben. Vor anderthalb Jahren wurde Peter Hackenberg als Bauernopfer von Ex-Manager Alexander Klitzpera suspendiert. Der Innenverteidiger zog weiter zur AS Eupen, stieg mit dem Team in die erste belgische Liga auf. Seit diesem Sommer ist Aachens Ex-Kapitän vereinslos. Hackenberg, der am Dienstag auch Zuschauer war, soll nun am Ende der Woche als Trainingsgast zurückkehren. Vorgesehen ist zunächst nur, dass sich der 28-Jährige beim Ex-Verein fit hält. Kilic hält deutlich mehr von ihm als sein Vorgänger. „Ich will nichts vorwegnehmen, wir schauen einfach mal“, sagt er. Denn einen erfahrenen Führungsspieler kann seine Rasselbande durchaus noch vertragen ...

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