Alemannia: Unnötiger Pokal-K.o. in der ersten Runde

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Löhe
In den Winkel: Ozan Yilmaz (Nummer 19) hat für Fortuna Köln abgezogen, Alemannia-Keeper Frederic Löhe fliegt vergeblich. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Der K.o. erfolgte in der ersten (Pokal-)Runde. Alemannia unterliegt Fortuna Köln mit 0:2, und damit ist auch die Hoffnung auf den Siegerscheck von 100.000 Euro ausgeschieden, den der FVM-Pokalsieger im nächsten Frühsommer erhält.

Es war Aachens sechstes, sieglose Pflichtspiel in Serie - und dennoch war die Niederlage ein Schritt nach vorne: an diesem Abend gewann nicht die bessere Mannschaft.

Da standen sich zwei kriselnde Teams gegenüber, die in erster eins verhindern wollten: eine Niederlage. Und so wurde in den ersten Minuten das Spielfeld in seiner Breite ausgemessen. Der Ball zirkulierte in den eigenen Reihen, im Zweifel wanderte er ein paar Meter zurück, das war in erster Linie ein Fehlervermeidungsspiel zwischen den langjährigen Rivalen in der 2. Liga.

Dann waren 20 Minuten gespielt, und Aachen griff ans Ruder. Keine Spur von Klassenunterschied, der Regionalligist kam besser ins Rollen. Bastian Müller versuchte es aus 20 Metern, Fortunas Bone Uaeffero lenkte den Gewaltschuss mit dem Kopf noch ab. Der Innenverteidiger gab einen guten Prellbock im Zentrum ab, schon nach sieben Minuten verhinderte er, dass ein 16-Meter-Schuss von Staffeldt ins Tor flog, später stand er auch Graudenz im Weg (38.).

Aachens Trainer hatte auf den kopfballstarken Jerome Propheter statt auf Aimen Demai im defensiven Mittelfeld gesetzt, die Partie könnte auch durch einen ruhenden Ball entschieden werden. Gelegenheiten boten sich den „Gelben“ an diesem Abend zuhauf. 7:0-Ecken war die Ausbeute alleine im ersten Durchgang. Löhdens-Kopfball parierte Keeper Tim Boss durchaus bravourös (20.). Kölns Keeper wäre allerdings chancenlos bei einem etwas abagerutschten Schuss von Dominik Ernst gewesen, der Ball kullerte an den Pfosten (32.).

Aachen war die bessere Mannschaft bis hierher. Kölns Trainer Uwe Koschinat hatte Kristoffer Andersen wieder aufgestellt, obwohl der nach wochenlanger Verletzungspause nur eine Trainingseinheit mit seiner Mannschaft hinter sich hatte. Der Ex-Aachener sollte dem Fortuna Spiel wieder eine Orientierung bieten, in seiner Abwesenheit gelang dem Team kein einzige Sieg. Der Drittligist wurde zunächst nur bei einem Freistoß von Marco Königs gefährlich, der aufs Netz von Frederic Löhe flog (40.).

Dann war der Durchgang fast vorbei, eine Nachspielzeit brauchte Schiedsrichter Andreas Steffens nicht. Ein letzter Freistoß flog herein, den Aachens Abwehr zentral abwehrte. Ungedeckt lauerte Ozan Yilmaz am Strafraum, um mit links zu vollenden (45.). Das Tor war eine Raubkopie des Treffers, den Aachen beim letzten Heimspiel gegen Erndtebrück kassiert hatte. Der Lernerfolg war ausgeblieben.

Der zweite Durchgang begann mit einem „Knaller“: Der enorm verbesserte Viktor Maier zirkelte einen Freistoß an die Latte (46.). Es war der Startschuss für die Aufholjagd, der Drittligist schaltete schon früh um in den Zeitschinde-Modus. Die Hausherren kamen dem Ausgleich nahe. Nach der neunten Ecke scheiterte Zieba freistehend aus zwölf Metern am starken Gästekeeper (67.).

Die mangelnde Torgefahr bleibt das Manko dieser Mannschaft. Freistehend kam Maier nach einer Rüter-Flanke zum Flugkopfball. Der Sturmführer verfehlte das Ziel deutlich (81.) und Alemannia so die zweite Pokalrunde. Die Gäste zeigten, was kaltschnäuzig ist. Kurz vor Schluss verlängerte Pazurek einen Eckballl zum 0:2 ins Tor (86.).

Aachen: Löhe - Ernst, Hackenberg, Löhden, Vrzogic - Staffeldt, Propheter - Müller (75. Rüter), Zieba, Graudenz - Maier

Schiedsrichter: Steffens (Mechernich) Zuschauer: 4050 Tore: 0:1 Yilmaz (45.), 0:2 Pazurek (86.) Gelbe Karten: Staffeldt, Löhden/Pazurek

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