Alemannia und OB Philipp arbeiten an Tivoli-Frage

Von: Klaus Schmidt
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Die Stimmung ist gut: OB Marcel Philipp macht der Alemannia wieder Hoffnung. Foto: Steindl
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Ins Detail will Philipp noch nicht gehen, aber am Ende des Tages dürfte stehen: Alemannia bleibt da, wo sie ist – am Tivoli. Foto: imago/osnapix

Aachen. Es kam, wie es unter vernünftigen Menschen an der Tagesordnung sein sollte. Nach dem Einsturz der von Sachwalter Rolf-Dieter Mönning aufgebauten Drohkulisse, in der nächsten Saison ins Jülicher Karl-Knipprath-Stadion umzuziehen, spricht Marcel Philipp nun von einer „sehr intensiven Debatte“ mit den Verantwortlichen von Alemannia Aachen, von Sachlichkeit, „die Stimmung ist gut in den Gesprächen“.

Übers Wochenende hat der Oberbürgermeister „völlig neue Zahlen“ auf den Tisch bekommen vom insolventen Klub, der dem DFB noch eine Spielstätte nennen muss. Ins Detail will Philipp noch nicht gehen, aber am Ende des Tages dürfte stehen: Alemannia bleibt da, wo sie ist – am Tivoli.

Die bis dato lancierten 1,8 Millionen Euro Kosten pro Saison inklusive Begleitmusik wie den Ordnungsdienst kann der Verein nicht stemmen. Um die Last zu verringern, wird laut OB über „zusätzliche Nutzungen von Flächen“ auf dem Gelände und anderweitige Nutzungen von Räumlichkeiten diskutiert. „Dafür gilt es eine Lösung zu finden“, sagt Philipp, und das sollte machbar sein – „wenn Alemannia bescheiden ist“.

Im Gespräch sei auch, „eine prozentuale Umsatzbeteiligung zu definieren“, die gekoppelt ist an die Höhe der Einnahmen. Alemannia könnte mehr leisten, je größer der sportliche Erfolg und damit die Kulisse ist. „Und selbst ein kleiner Deckungsbeitrag seitens der Alemannia ist immer noch besser als gar keiner.“

Marcel Philipp stellt unter dem Druck der Drittliga-Lizenzierung klar: „Wir reden hier immer über die Dritte Liga. Ein Szenario für die Vierte Liga ist schwierig, da kann sich eigentlich gar nichts rechnen. Diese Zahlen werden sie nie zusammenkriegen.“

Sollte es tatsächlich in die Regionalliga gehen, müsste man „noch mal über eine Variante reden“. Aachens erster Bürger: „Niemand will Alemannia vom Rasen vertreiben und aus dem Stadion jagen. Ich denke, dass man in zwei, drei Wochen weiß, wohin die Reise geht.“

Die bundesweiten Schlagzeilen der letzten Woche trieben Uwe Scherr auch am Montag noch um. „Das ging gar nicht, das ging mir total gegen den Strich“, ärgerte sich der Sport-Geschäftsführer über die vereinseigene Pressearbeit. „Wir als Alemannia Aachen haben es nicht nötig, uns der Lächerlichkeit preiszugeben. Wir sind schon wer, trotz allem. In der Kommunikation über die Spielstätte habe ich mich schon über die eine oder andere Sache gewundert.“

Er suche „wirklich keine Ausreden, so Scherr. „Aber wenn das alles Thema in der Kabine ist und sich junge Spieler Gedanken über ihre Zukunft machen, dann darf man sich nicht wundern, wenn man in Unterhaching verliert. Und wenn nur zwei, drei Prozent fehlen.“ Mit einem Unentschieden „hätten wir ja noch leben können. So ein Spiel zu verlieren, das hat genagt.“

Nach seiner Roten Karte wurde Kapitän Sascha Herröder vom DFB für zwei Spiele gesperrt, Alemannia hat dagegen Einspruch eingelegt. Begründung: Anders als im Spielbericht vermerkt sei keine klare Torchance vereitelt worden.

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