Alemannia-Trainer: „Mehr Zug zum Tor, mehr Kreativität“

Von: sch
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Wieder am Ball: Dennis Dowidat hat seine Gelbsperre abgesessen. Foto: sport/Eibner

Aachen. Diese „englische Woche“ nahm keinen guten Anfang, doch sie hat auch ihr Gutes. „Da bleibt nicht zu lange Zeit, um drüber nachzudenken, und man kann es direkt korrigieren“, sagt Alemannia Aachens Cheftrainer Fuat Kilic, dem beim 0:1 gegen Borussia Dortmunds U 23 einiges nicht gefallen hatte.

„Gedanklich immer einen Tick zu spät, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dass wir uns von 19-, 20-Jährigen den Schneid abkaufen lassen, kann ich nicht akzeptieren. Da müssen wir eine Schippe drauflegen.“ Schon am Mittwochabend (19.30 Uhr) beim SC Wiedenbrück, einem „unangenehmen Gegner“, der gegen den Abstieg spielt.

Kilic war zuletzt verwundert über die Leistung seiner Mannschaft und vielleicht noch etwas mehr über manche Aussage danach. „Ängstlich spielend – das macht für mich keinen Sinn. Die Jungs haben doch einen der schönsten Berufe der Welt. Sie arbeiten unter Vollprofi-Bedingungen und spielen am Sonntag in einem der schönsten Stadien vor 8200 Zuschauern. Wovor sollte man da Angst haben? Das sollte doch eher pushen.“

Seit einem halben Jahr haben die Schwarz-Gelben auswärts nicht mehr gewonnen. Im Jahnstadion erwartet Fuat Kilic „mehr Zug zum Tor, mehr Kreativität, mehr Spielwitz“. Verletzungsbedingt wird es zwei Änderungen geben: Taku Ito fällt wegen einer Knöchelblessur aus, und auch für Aimen Demai (Wade) dürfte es nicht reichen. Der Kapitän wird wenig überraschend durch Meik Kühnel ersetzt, zudem kehrt Dennis Dowidat nach Gelbsperre zurück. Während Jannik Löhden zunächst erneut auf der Bank sitzen wird („Konditionell fehlt noch ein Stück“), hält Kilic einen weiteren möglichen Wechsel offen. Welchen, das behielt der Trainer am Dienstag für sich. „Ich werde das kurzfristig entscheiden.“

Vom letzten Eindruck des Gegners beim 1:3 in Ahlen lässt sich Kilic nicht blenden. „Da gab es einige Änderungen, mit denen man nicht gerechnet hatte. Da wurde rochiert, einige Stammkräfte haben nicht gespielt.“ Die Wiedenbrücker Formation wird am Mittwoch wohl anders aussehen, Aachens Coach hat bei den Westfalen außerdem eine „unheimliche Gefahr bei Standards“ ausgemacht.

Nach Stand der Dinge ist für Alemannia der Zug nach ganz oben abgefahren. Der Zulassungsantrag für eine weitere Saison in der Regionalliga wurde bereits Ende vergangener Woche gestellt; nun hat auch der DFB Post aus Aachen erhalten. Man weiß ja nie im Fußball: Alemannia bewirbt sich jedenfalls auch um eine Lizenz für die 3. Liga . . .

Mögliche Aufstellung: Kleinheider - Ernst, Propheter, Rossmann, Vrzogic - Staffeldt, Kühnel - Graudenz (Rüter?), Dowidat, Mohr - Engelbrecht

Schiedsrichter: Florian Visse (Hörstel)

Bilanz gegen Wiedenbrück: 5 Spiele/4 Siege, 1 Niederlage (10:4 Tore)

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