Alemannia: Timo Staffeldt gegen die alten Kameraden

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
12979642.jpg
Alles im Blick: Alemannia-Kapitän Timo Staffeldt stellt eine charakterliche Weiterentwicklung in der Mannschaft fest. „Das Gebilde passt.“ Foto: imago/Dünhölter

Aachen. Wenig überraschend hatte die Presseabteilung Timo Staffeldt zur Medienrunde vor dem nächsten Spiel hinzugebeten. Der Kapitän von Alemannia Aachen kennt sich schließlich noch aus mit dem kommenden Gegner, zwei Jahre spielte Staffeldt bei Viktoria Köln, bevor er im Sommer letzten Jahres an den Tivoli wechselte.

Was ihm nun einfiele vor dem Anstoß am Samstag (14.00 Uhr), wurde der 32-Jährige gefragt. Na ja, dass er sich unterhalten werde mit denen, die er noch aus der gemeinsamen Zeit kennt, dass er ein „tolles Spiel“ wünschen werde, und dass die Ambitionen bei den Kölnern von der „Schäl Sick“ wie jedes Jahr hoch seien, „viel höher als bei uns“. Staffeldt hofft auf eine spannende Partie „mit einem positiven Ende für uns“, es geht um Platz drei, aber der Sprung dorthin wäre nur ein schöner Nebeneffekt.

Kleiner, feiner Unterschied

Nach sieben Runden dieser Regionalliga-Saison mag Timo Staffeldt eigentlich keine Vergleiche ziehen zur letzten Spielzeit. „Wir hatten sicher schon gute Charaktere in der Mannschaft. Aber jetzt haben wir da eine Schippe draufgesetzt. Das Gebilde passt. Wir haben uns zusammengefunden – das ist vielleicht der kleine, feine Unterschied.“ Die positive Grundstimmung führe dann auch zu solchen Erlebnissen wie am Montag. „Ein Spiel wie in Wuppertal hätten wir in der letzten Saison noch verloren.“

Die Vermutung, nach vier Gegentoren in den letzten zwei Spielen habe die Schwarz-Gelben unvermittelt ein Problem in der zuvor so hochgelobten Defensive befallen, weist Staffeldt zurück. „Aus dem Spiel heraus passiert ja wenig, da lassen wir wenig zu. Aber diese Unkonzentriertheiten bei Standards dürfen nicht passieren, da müssen wir uns weiterentwickeln.“ Das sieht Fuat Kilic genau so. „Unabhängig von den Spielern, die im Abwehrbereich gespielt haben, hätten diese Gegentore nicht fallen dürfen“, sagt der Cheftrainer und verteilt gleich die Rollen für Samstag: „Viktoria reist ganz klar als Favorit an. Die sind individuell sehr gut besetzt.“ Aber: „Wir müssen uns nicht verstecken. Wir sind in der Lage, jedem Gegner Paroli zu bieten. Es wird ein Spiel, in dem Nuancen entscheiden. Wir dürfen nicht wie in Wuppertal überrascht werden, müssen gut verteidigen und unsere Chancen nutzen.“

Neu zu besetzen ist die Position des gesperrten Necirwan Khalil Mohammad. „Das wird keine einfache Entscheidung“, sagt Kilic. „Meik Kühnel hat zuletzt sehr gut trainiert, für David Pütz spricht seine körperliche Präsenz und dass er bei seinen Einsätzen überzeugt hat.“ Timo Staffeldt umschifft die Frage nach seinem Wunschpartner elegant: „Jeder hat seine Stärken. Zum Glück ist das nicht meine Aufgabe, da würde ich nur ungern mit dem Trainer tauschen.“ Offen blieb am Freitag auch, ob Tobias Mohr nach seiner Einwechslung in Wuppertal diesmal eine Chance vom Anpfiff weg bekommt. „Tobi hat Chancen wie alle anderen auch“, schmunzelt Kilic. „Ich bin froh, dass es keine Leistungseinbußen gibt, wenn ich den nächsten reinhaue.“

Timo Staffeldt wirkt zufrieden bis hierhin. „Wir haben schon in der Vorbereitung gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Alle arbeiten mit.“ Und was die Offensive betrifft: „Wir erarbeiten uns Chancen, an der Ausbeute müssen wir noch feilen, die muss besser werden. Ein ganz normaler Entwicklungsprozess.“

Auch die Familie Staffeldt entwickelt sich: Der Fußballprofi und seine Frau Alice sind in Erwartung des ersten Kindes. Dass die Tochter Viktoria heißen soll, ist aber nur ein Gerücht.

Mögliche Aufstellung: Nagel - Ernst, Propheter, Haitz, Winter - Staffeldt, Pütz (Kühnel) - Rüter, Dowidat, Mohr (Fejzullahu) - Gödde

Schiedsrichter: Alexander Busse (Leichlingen)

Bilanz gegen Viktoria Köln: 6 Spiele/2 Siege, 4 Niederlagen (3:10 Tore)

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert