Alemannia: Team um Alexander Goy tritt zurück

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Tivoli Alemannia Aachen Symbol Symbolbild: dpa/Rolf Vennenbernd
Das Team um den designierten Präsidenten Michael Gottschalk, Alexander Goy, Dirk Trampen, Karl-Heinz Pflipsen und Horst Rambau hat schnell wieder aufgegeben. Symbolbild: Rolf Vennenbernd/dpa

Aachen. Die Kandidatur hielt eine gute Woche, dann wurde sie zurückgezogen. Das Team um den designierten Präsidenten Michael Gottschalk, Alexander Goy, Dirk Trampen, Karl-Heinz Pflipsen und Horst Rambau hat schnell wieder aufgegeben.

Der Abgang ist verbunden mit einer wuchtigen Kritik an Insolvenzverwalter Christoph Niering, der im Vorfeld wenig Begeisterung für die Kandidatur von Ex-Hauptsponsor Alexander Goy aufbrachte, der laut Niering dem Verein noch mehr als 250.000 Euro schuldet. Mit der daraus abgeleiteten Wahl-Empfehlung für das Team um Martin Fröhlich habe sich Niering in Vereinsangelegenheiten in einer Weise eingemischt, die ihm nicht zustehe - so steht es in der Erklärung der Gruppe.

Zudem wundert sich das Team, warum Niering „aus welchen Grund auch immer“ den unterbrochenen Rechtsstreit mit Goy nicht wieder aufgenommen habe. Der Ausgang des Verfahrens sei völlig offen. Der Insolvenzverwalter hatte in diesem Punkt eine deutliche abweichende Rechtsauffassung zuletzt geäußert. Niering verweist zudem auf sein Mandat, das ihn als unabhängig gegenüber allen Gläubigern und dem auch dem Verein ausweise. „Als Insolvenzverwalter muss und will ich Partei ergreifen für die Zukunft der Mitarbeiter, für die Fans und die Perspektive des Fußballs in Aachen.“

Weiterer Kritikpunkt der Ex-Kandidaten: „Die Kommunikation über die Presse in der vorliegenden Art und Weise ist insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Insolvenzverwalter bereits vor Monaten Gespräche mit Vertretern unserer Gruppe nicht wahrgenommen hat, als besonders irritierend anzusehen.“

Mit ihrem Rückzug stellt das Quintett nun erstmals ein Konzept vor, das die Gruppe als „Aachener Weg“ bezeichnet. „Teil des Konzeptes war eine erste Anschubfinanzierung durch Gönner der Alemannia in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Diese Summe wurde dem sogenannten Kompetenzteam (Team Fröhlich; d. Red.) durch unsere Gruppe mitgeteilt und in Aussicht gestellt. Das Konzept sah ferner die Beschaffung von Eigenmitteln in siebenstelliger Höhe für den Zeitraum der nächsten vier Jahre vor, die nicht aus klassischen Sponsorengeldern generiert werden sollten“, schreiben die Männerriege.

Seltsamerweise habe das kommisarische Präsidium nicht auf das Angebot reagiert. So machen weitere Bemühungen für ein Wiedererstarken Alemannias „keinen Sinn mehr“, begründen die Kandidaten ihren Rückzug. Gleichwohl bietet die Gruppe ihre Hilfe weiter an, sofern das gewünscht sei.

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