Alemannia tauscht mit Viktoria Köln

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
10473298.jpg
Erfahren und zweikampfstark: Alemannia verpflichtet Timo Staffeldt. Foto: Birkenstock

Aachen. Eine kleine Aachener Kolonie hat sich bei Viktoria Köln angesiedelt. Michael Lejan, Roberto Guirino und nun auch Tim Jerat wechseln aktuell zum Ligarivalen, der eher mit dem großen Scheckbuch unterwegs ist.

Jerat löste am Dienstag seinen Vertrag am Tivoli auf eigenen Wunsch auf, im Gegenzug wechselt Ex-Kapitän Timo Staffeldt für zwei Jahre von Köln nach Aachen. Geld floss bei diesem Tausch nicht, am Ende gab es viele zufriedene Gesichter. „So einen Spielertypen hatten wir noch nicht im Kader. Im englischen sagt man, er ist ein ‚aggressiv leader‘“, ein guter Stratege, der zudem durchaus torgefährlich ist, auch wenn er das zuletzt nicht so gezeigt hat“, urteilt Trainer Christian Benbennek. Der 31-Jährige hat 24 Spiele in der Ersten, 128 Spiele in der Zweiten, 37 Spiele in der Dritten und zuletzt 75 Spiele in der Vierten Liga absolviert. Sieben Jahre trug er das Trikot des Karlsruher SC, ehe es 2012/13 zum VfL Osnabrück ging.

Anschließend wechselte er zu Viktoria Köln. Der Klub stellte ihn im Sommer trotz laufenden Vertrags frei. „Das kam etwas überaschend“, urteilt Staffeldt. Der Mittelfeldspieler nahm sich einen Personal Trainer, arbeitete an seinen Grundlagen. „Ich wollte unbedingt wieder Fußball spielen, da macht man auch Zugeständnisse. Ich freue mich unheimlich auf die Atmosphäre am Tivoli“, stellte der Neuzugang nach den ersten Einheiten Dienstag fest. Vorschusslorbeeren gibt es für den erfahrenen Neuzugang reichlich. „Er ist eine tolle Persönlichkeit, die gut zu Alemannia passt“, sagt Benbennek. „Wir waren schon lange in Kontakt, die Umsetzung war bis zum Schluss sehr schwierig“, berichtet Manager Alexander Klitzpera. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir ihn längerfristig gewinnen konnten.“

Auch Jerat unterschrieb bei Viktoria für zwei Jahre, die längste Sommerpause seiner Karriere endet am Mittwoch mit dem ersten Teamtraining. „Für alle vier Parteien ist eine sehr gute Lösung gefunden worden. Die Geschichte hat ein Happy End, obwohl sie zwischenzeitlich sehr festgefahren war.“ Zwar könne er nachvollziehen, dass Aachener Fans enttäuscht reagieren, „aber damit kann ich leben. Es war für mich eine Vernunftsentscheidung.“ In Köln hofft Jerat auf eine berufliche Zukunft über seine Fußball-Karriere hinaus, konkret fixiert wurde eine weitere Verwendung bei Viktoria nicht.

Die Planungen am Tivoli sind weitgehend abgeschlossen, auf der Fahndungsliste steht allenfalls noch ein torgefährlicher Strafraumstürmer.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert