Alemannia tastet sich langsam ans neue Stadion heran

Von: Roman Sobierajski
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Wenn drei Aachener um den Ball rangeln, freut sich ein Karlsruher. Junglas, Szukala und Keeper Stuckmann (von links) können sich so schnell nicht einigen, und so fällt beim Saisonstart der Foto: getty

Aachen. Der Tag danach war für Aachens Trainer schon wieder der Tag davor. Mitten in der Nacht nach dem 1:1-Unentschieden beim Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC zurückgekehrt, machte sich Jürgen Seeberger am nächsten Morgen wieder in die Gegenrichtung auf, um den übernächsten Gegner 1. FC Kaiserslautern zu beobachten.

Zeit für eine gründliche Analyse des Auftaktspiels war so nicht geblieben. Dennoch war der 44-Jährige mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden - mit einer Ausnahme: „Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen. In der Schlussphase waren wir nicht ganz so konzentriert, dass wir das 1:0 auch über die Zeit bringen.”

Die Aufstellung in Karlsruhe war auch dem plötzlichen Ausfall von Benny Auer geschuldet. Ob der Knipser vom Dienst der vergangenen Saison schon gegen St. Pauli auflaufen kann, ist noch nicht klar. „Wir wissen nicht, wie schnell Benny wieder fit wird. Wir dachten, die Hüftprobleme aus dem Trainingslager seien überwunden. Aber jetzt scheint es so, dass die Geschichte wieder ausstrahlt.”

Eine andere Umstellung wertet Aachens Trainer dagegen sogar als Vorteil. „Florian Müller hat schon gegen Heart of Midlothian gezeigt, dass er auf der linken Mittelfeldseite spielen kann. In der vergangenen Saison hatte sich Lewis Holtby auf der Position festgespielt. Jetzt haben wir als weitere Alternativen noch Adlung, Milchraum, Müller, Junglas und Daun, sind also schwerer auszurechnen.”

Zum Spiel in Karlsruhe war der Zugang aus Wolfsburg allerdings nur ins Team berufen worden, um ihn an die Mannschaft heranzuführen. „Die Einwechselung von Milchraum war so vorgesehen. Wir wissen, wo Daniel Adlung momentan steht, wir haben zuverlässige Informationen aus Wolfsburg.”

Für die Mannschaft steht nach zwei freien Tagen ein völlig neues Lernprogramm auf dem Wochenplan, schließlich will die Alemannia am kommenden Montag gegen St. Pauli im neuen Stadion wirklich ein Heimspiel erleben. Also heißt es, Training auf dem neuen Rasen, um Kontakt herzustellen mit der neuen Umgebung. Bis zum letzten Detail lässt sich das allerdings nicht im Vorfeld üben: „Mit 32.000 Zuchauern im Rücken können wir das allerdings nicht simulieren.”
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