Alemannia sucht Investor für den Tivoli

Von: Klaus Schmidt
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Enger Zeitplan ab Frühjahr: Links von dem kleinen Wäldchen wird der bestehende Trainingsplatz mit einem neuen Kunstrasen ausgestattet. Auf dem Dach des Parkhauses entstehen zwei neue Kunstrasentrainingsplätze inklusive Umzäunung und Flutlicht. Der „Münzenberg-Trainingsplatz” mit Naturrasen bleibt bestehen. Rechts daneben soll später ein kleines Amateurstadion errichtet werden - Baubeginn offen. Foto: Paulsen

Aachen. Alemannia Aachen will sich in den nächsten Monaten um eine Lösung bemühen, die Eigentümerschaft des neuen Tivoli neu zu regeln.

Das bestätigten auf Anfrage dieser Zeitung Meino Heyen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Alemannia Aachen GmbH, und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Der Klub und die Stadt hatten in der vergangenen Woche ein Gespräch geführt, in dem es auch und vor allem um die immensen Stadionkosten ging. „Wenn wir langfristig überleben und gut aufgestellt sein wollen, dann müssen wir an den Brocken Stadionfinanzierung ran”, sagte Heyen.

Der im August vergangenen Jahres eingeweihte Tivoli, 50 Millionen Euro teuer, verschlingt derzeit jährlich sechs Millionen Euro. Ziel ist, die Belastung mindestens zu halbieren, und einen oder mehrere strategische Partner für die Umfinanzierung ins Boot zu holen. „Das könnte die öffentliche Hand sein, eine Bank oder ein Sponsor, der Geld anlegen will”, erklärte Heyen. Aachens OB unterstützt die Idee, die Besitzverhältnisse neu zu regeln. Philipp stellte aber in Sachen neuer Eigentümer gleich klar: „Das wird nicht die Stadt sein.”

Alemannias Aufsichtsratschef betont, dass die Besetzung des Themas nichts mit einer akuten Gefährdung der GmbH zu tun habe. „Ich spreche jetzt nur von einem möglichen Befreiungsschlag.” Sollte keine Lösung gefunden werden, so Meino Heyen, würde dies bedeuten, „dass wir uns auch in Zukunft von Loch zu Loch hangeln müssten”.
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