Aachen - Alemannia stürmt an die Tabellenspitze

Alemannia stürmt an die Tabellenspitze

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Behrens im Einsatz: Die Alemannia hat sich am Samstag an die Tabellenspitze hochgespielt. Foto: Birkenstock

Aachen. Schon Minuten vor dem Abpfiff holte die Kulisse einen Gesang aus dem Repertoire, den man an der Krefelder Straße zuletzt vor einer gefühlten Ewigkeit gehört hatte. Am Wahrheitsgehalt änderte sich auch nichts, nachdem rund eine Stunde später der 4. Spieltag der Fußball-Regionalliga West abgeschlossen war.

„Hey, hey – Spitzenreiter, Spitzenreiter.“ Mit einem 3:0 (2:0) gegen die zuvor ebenfalls ungeschlagene Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf stürmte Alemannia Aachen an die Tabellenspitze. „Das ist eine schöne Momentaufnahme“, sagte Tim Jerat, der ebenso seine Torpremiere für Schwarz-Gelb feierte wie der gleich zwei Mal erfolgreiche Fabian Graudenz. „Aber noch schöner wäre das am Saisonende.“

Alemannias zweiter Heimauftritt in dieser Saison war von bestechender Klarheit über die Spielidee. Zwar hatte Chefcoach Peter Schubert gegenüber dem 1:1 bei Rot-Weiß Essen nur eine nominelle Änderung vorgenommen (Graudenz für Domagoj Duspara). „Doch mit der Formation hatte Fortuna nicht gerechnet. Und als sie sie verstanden hatten, lagen sie schon 0:2 hinten.“

Vor 7300 Zuschauern eröffnete Graudenz, dessen Schuss nach Abschlag von Torhüter Frederic Löhe und Ballstafette über Rafael Garcia und Kevin Behrens noch abgefälscht wurde, den Torreigen (12.). Jerat erhöhte 13 Minuten später auf 2:0, nachdem Behrens von der Grundlinie geflankt hatte und Düsseldorfs Keeper Heller den Ball nur zum Abstauber für den Aachener verarbeiten konnte.

Wie Alemannias drei Gegner zuvor brachte auch Fortuna die Partie nicht in voller Mannschaftsstärke über die Bühne – Plunkte sah in der 62. Minute für eine „Notbremse“ an Tim Lünenbach die Rote Karte. Nach Vorarbeit des eingewechselten Saison-Debütanten Dennis Dowidat setzte Graudenz, als die Chance fast schon vergeben schien, durch energisches Nacharbeiten den Schlusspunkt (86.).

Mit dem 0:3 waren die Gäste gut bedient. Alemannia füllte eine stattliche Liste mit weiteren und teils exzellenten Möglichkeiten, vor allem Behrens rannte auch am Samstag vergeblich seinem ersten Tor hinterher und mochte nach dem Spiel nicht reden. Haften blieb eine überzeugende Interpretation des Aachener Fußballgedankens. Die ruckelfreie Defensive ließ keine einzige Gelegenheit für den Gegner zu, im Umschaltspiel wurde aus der Vierer- eine Dreierkette mit Hoffmann-Demai-Hackenberg, während die Außenverteidiger Ernst und Lejan weit nach vorne schoben. Im Mitteldrittel diktierten Jerat und Lünenbach das Geschehen, in vorderster Linie sorgte das ständig rochierende Trio Behrens-Garcia-Graudenz permanent für Unruhe.

Nah am Mann, ballsicher, zielstrebig – das galt für alle 14 eingesetzten Spieler (auch Dagistan und Müller kamen noch). „Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine konzentrierte Leistung und hat Spaß gemacht“, sagte Kapitän Aimen Demai. „Wir entwickeln uns gut, alles läuft in die richtige Richtung.“ Mehr als Spitzenreiter geht nicht, doch Peter Schubert schrieb gleich ins Protokoll: „Dafür können wir uns nach dem 4. Spieltag nichts kaufen. Wir müssen die Leistung von Woche zu Woche bestätigen.“ Es gibt berechtigten Grund zur Zuversicht.

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