Alemannia: Philipp Gödde macht weiter seine Ausbildung

Von: Klaus Schmidt
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Engagiert, lauffreudig, dynamisch: Das sagt Alemannia-Chefcoach Fuat Kilic über Philipp Gödde. Foto: sport/Revierfoto

Aachen. Eines war dem jungen Mann noch wichtig, bevor er den Vertrag unterschrieb: „Dass ich meine Ausbildung fortsetzen kann.“ Philipp Gödde hatte es im vergangenen Jahr schon „sehr überrascht, welche Möglichkeiten sich ergeben würden“, wo er doch „nur“ beim FC Kray unterwegs war und nun plötzlich auf dem Radar von Alemannia Aachen stand.

Dieser „große Verein“ beseitigte die letzte Hürde, Gödde befindet sich im zweiten von drei Lehrjahren zum Groß- und Außenhandelskaufmann. „Ich will mich nicht nur auf den Sport verlassen, sondern was in der Hinterhand halten.“

Fuat Kilic setzt sogar die Einheiten so an, dass der Mittelstürmer auch an den Schultagen teilnehmen kann. Der Cheftrainer findet nur lobende Worte für den 21-Jährigen: „Ein sehr guter Junge mit einer super Einstellung. Engagiert, lauffreudig, dynamisch. Ich habe kein Problem damit, ihn auch mal von Anfang an zu bringen.“ Ob schon heute (19.30 Uhr) beim TuS Erndtebrück in Siegen? Kilic schmunzelt nur.

Philipp Gödde stand bislang zwei Mal in der Startelf – beim Saisonauftakt in Ahlen (1:0) und Anfang Dezember beim 0:0 gegen Lotte. Er schoss ein Tor beim 1:2 gegen Schalke II – und ist der „Einwechsel-König“. 13 Mal kam der gebürtige Sauerländer von der Bank, 375 Spielminuten wurden vorerst notiert. „Ich war nicht hierhergekommen, um auf der Tribüne zu sitzen. Es fing gut an, ich hatte eine ordentliche Vorbereitung.“

Rauskämpfen aus dem Loch

Aber er stand jetzt in Aachen zum ersten Mal in seinem Leben auf eigenen Beinen, Gödde schwankte in seinen Leistungen. „Ich habe gemerkt, dass ich nicht abrufe, wozu ich in der Lage bin. Ich musste mich rauskämpfen aus diesem Loch.“ Und seitdem Fuat Kilic das Sagen hat, „läuft es für mich persönlich gut. Auch wenn wir uns als Mannschaft was anderes vorgestellt haben.“

15 Jahre jung war der blonde Riese (1,92 Meter), er spielte beim SC Neheim und in der Westfalen-Auswahl. „Als Einziger, der nicht von einem großen Verein kam.“ Das sollte sich ändern, der FC Schalke 04 holte Gödde in sein Fußball-Internat. Gödde stand in einem Kader mit Max Meyer, Sead Kolasinac, Philipp Hofmann, Kaan Ayhan und Philipp Max, die U 19 wurde 2012 Deutscher Meister. „Ich posaune das nicht gerne raus, dass ich heute noch die Medaille zu Hause habe. Mein Anteil an diesem Titel war nicht besonders groß. Aber es war toll, ein Teil dieses Kaders zu sein.“

Die Wege von Königsblau und Gödde trennten sich ein Jahr später – zu groß war die Konkurrenz in der U 23. „Für mich war wichtig, wieder auf dem Platz zu stehen.“ Über den SV Wilhelmshaven und SW Essen kam Gödde dann 2014 zum FC Kray und schließlich nach Aachen. „Ich habe Bock auf die Geschichte hier und bereue keine einzige Sekunde.

Ich fühle mich wohl, es macht richtig Spaß.“ Den „unerklärlichen“ schwankenden Leistungen des Teams zum Trotz. Philipp Gödde versucht, den Trainer davon zu überzeugen, „dass er mir vertrauen kann“. Fuat Kilic sagt: „Ich mag es, mit solchen Spielern zu arbeiten. Philipp hat die Bereitschaft, Dinge anzunehmen und was draufzupacken. Im spielerischen Bereich“, da könne er noch nachlegen.

Mögliche Aufstellung: Kleinheider - Ernst, Propheter, Rossmann, Winter - Staffeldt, Kühnel - Rüter, Dowidat, Mohr - Engelbrecht

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden)

Bilanz: 1 Spiel/1 Remis (2:2 Tore)

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