Aachen - Alemannia: Peter Schubert übernimmt die „Zweite”

Alemannia: Peter Schubert übernimmt die „Zweite”

Von: Helga Raue
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Neuer Coach von Alemannia II:
Neuer Coach von Alemannia II: Peter Schubert, zuletzt Coach des VfB Lübeck. Foto: imago/Picture Point

Aachen. Uwe Scherr kämpft derzeit an mehreren Fronten. Nachdem der Kader der Profis im Großen und Ganzen steht, war eine wichtige Personalie bei der eigenen Reserve zu klären. Neuer Coach des Fußball-Mittelrheinligisten wird Peter Schubert, bis November 2011 Trainer des Nord-Regionalligisten VfB Lübeck.

„Wir haben uns ganz bewusst für einen Fußballlehrer entschieden, um damit ein Signal zu setzen”, begründet Aachens Geschäftsführer Sport die Entscheidung für den 46-Jährigen. Schubert, gebürtig aus Neckarsulm, war zuvor von 2002 bis 2005 Nachwuchskoordinator bei Sturm Graz, anschließend ein halbes Jahr Co-Trainer beim FC Admira Wacker Mödling und von Juni 2006 bis 2007 Konditionstrainer des Grazer AK. Im Januar 2008 wechselte er zum VfB Lübeck, wo er zuerst als „Co” unter Uwe Fuchs arbeitete und von Juni 2008 bis November 2011 als Cheftrainer.

„Schubert hat gleich die Antworten gegeben, zu denen ich die Fragen noch nicht einmal gestellt habe. Er hat einen Plan und ein Konzept, genau wie ich”, sieht sich Scherr, der auch Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) ist, auf einer Linie mit seinem neuen Trainer. „Alle Entscheidungen im Nachwuchsbereich müssen nachhaltig sein, damit wir im kommenden Jahr bei der Zertifizierung etwas vorweisen können.”

„Wir haben gute Gespräche geführt, in denen sich beide Seiten inhaltlich wiederfinden. Und bis auf Kleinigkeiten sind wir uns einig”, sagt Schubert, den es ohnehin privat ins Rheinland zieht. „Für mich ist wichtig, dass Scherr und ich die gleichen Vorstellungen und Ziele haben, wie man den Nachwuchs entwickelt. Und dass ich mit jemandem zusammenarbeite, der wie Scherr die Notwendigkeit der Nachwuchsarbeit sieht. Zudem spüre ich in Aachen eine Aufbruchsstimmung.”

Aachens Zweite wird am 16. Juli das Training aufnehmen. Während die Position des Co-Trainers vakant ist, steht der Kader größtenteils. Mark Beckert, Robert Wilschrey und Ali Mostowfi haben verlängert, zudem wurden mit dem luxemburgischen U 19-Nationalspieler Rafael de Sousa (19/FC Metz), jüngerer Bruder von Chris-tophe de Sousa, für das Mittelfeld, und den beiden Innenverteidigern Gerrit Hermsen (22/VfL Alfter), der für Leverkusen II und Schalke II 40 Spiele in der Regionalliga bestritt, sowie Sven Schaffrath (VfB Lübeck) drei Neue gebunden. Der 27-Jährige stammt aus Düren, spielte in der Jugend bei Leverkusen, spätere Stationen waren u. a. Erzgebirge Aue und RW Ahlen. Vergangene Saison stehen 32 Regionalliga-Partien zu Buche.

Oben mitspielen und bereit sein - so könnte man die Zielsetzung für die Mittelrheinliga umschreiben. „Unsere zweite Mannschaft soll den Sprung schaffen, wenn den Profis der Aufstieg winken sollte”, gibt Scherr vor. Denn solange die Aachens Erste in der 3. Liga kickt, ist der Zweiten der Weg in die Regionalliga verbaut.

Franz Stolz verlässt die Alemannia

Den Kader der Alemannia-Reserve stellte Franz Stolz als Koordinator im NLZ-Leistungsbereich noch weitgehend zusammen, doch nun verabschiedete sich der langjährige Co-Trainer der Aachener U 23 nach vielen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit kurzfristig vom Tivoli.

„Ich möchte immer in den Spiegel sehen können”, begründete Stolz seinen - auch für Sportdirektor Uwe Scherr - überraschenden, aber konsequenten Schritt, nachdem es intern unterschiedliche Meinungen gegeben hatte.
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