Alemannia: Nils Winter wird zur festen Größe

Von: Klaus Schmidt
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Ordentlich Dampf über die linke Seite: Alemannias Außenverteidiger Nils Winter (rechts) gegen Marcel Gottschling von Viktoria Köln. Foto: imago/foto2press

Aachen. Der Trainer sagt, was viele Trainer gerne sagen um ja nicht den Eindruck zu erwecken, dass es Erbhöfe gebe. Necirwan Khalil Mohammad kehrt nach seiner Sperre also zurück – „in den Kader“, Fuat Kilic lächelt bei diesen Worten verschmitzt.

„Keiner darf sich sicher sein“, fügt Alemannia Aachens Cheftrainer an, Nils Winter sitzt daneben und darf sich dann noch anhören, dass es ja mal Zeit wurde für so einen Auftritt wie zuletzt gegen Viktoria Köln, das war natürlich ein bisschen Triezen.

Winter, 22, hatte am vergangenen Samstag ordentlich Dampf gemacht, Flügelläufe hingelegt, Flanken geschlagen, die meisten guten Aktionen wurden über seine linke Seite initiiert. „Ich war froh zu zeigen, dass ich auch nach vorne was kann“, sagt der gebürtige Wolfsburger, aber es könne schon noch „ein bisschen besser sein, dass ich das eine oder andere Tor vorbereite und so der Mannschaft weiterhelfe.“

Nächste Gelegenheit: Samstag (14.00 Uhr) beim Tabellenvorletzten der Fußball-Regionalliga West, Fortuna Düsseldorf II.

Die Schwarz-Gelben sind leicht aus der Spur geraten bei nur einem Punkt aus zwei Spielen und fünf Gegentoren in den letzten drei Partien. Nils Winter, vor gut einem Jahr vom VfR Neumünster an den Tivoli gewechselt, mag da noch keine bedenkliche Entwicklung draus schließen.

„Wir arbeiten Chancen heraus, haben aber ein bisschen Pech. Das ist manchmal so, doch wenn wir weiter Möglichkeiten herausspielen, dann kommen die Tore von alleine.“ Und zum Thema Gegentreffer fällt Winter ein, dass vier Standardsituationen darunter gewesen seien. „Da müssen wir konzentrierter, wacher bleiben. Wir haben daraus gelernt.“

Als Winter zu Alemannia kam, da war er zunächst als Backup für den Rechtsverteidiger Dominik Ernst eingeplant. Wobei: „Nur Backup wollte ich von Anfang an nicht sein.“ Sein Debüt gab er schneller als erwartet, gleich beim Saisonauftakt in Ahlen, weil David Vrzogic ausgefallen war.

Und als Linksverteidiger spielte sich Nils Winter letztlich fest, absolvierte insgesamt 22 Partien und gehört nun zum Stammpersonal. Die Position war ihm bekannt, „die habe ich vor zwei Jahren schon gespielt“. Im Prinzip sei es das Gleiche wie auf der rechten Seite – „man muss sich nur von den Laufwegen her umstellen...“

Fuat Kilic und die Trainerkollegen arbeiten täglich an den Problemzonen ihres Teams; es geht um „schnellere Zuordnung, Flankenverteidigung, Anlaufverhalten“, darum, „lebendiger zu sein. Doch das Auftreten meiner Mannschaft insgesamt in den letzten Wochen gibt mir keinen Grund zur Sorge.“ Auch Nils Winter sieht die Lage entspannt: „Das war eine sehr gute Leistung gegen Viktoria Köln, auch wenn es bitter war, so zu verlieren. In Sachen Kampfgeist kann uns niemand einen Vorwurf machen.“

Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach II ist vor diesem 9. Spieltag bereits um sieben Punkte davongeeilt, hat außerdem noch eine Partie in der Hinterhand. Nils Winter sagt, was viele Spieler sagen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie das großartig beschäftige: „Über die Tabellensituation wird in der Kabine nicht gesprochen. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Der Fokus liegt komplett auf Samstag, und den wollen wir für uns entscheiden.“

Gerne auch mit einer Winter-Vorlage.

Mögliche Aufstellung: Nagel - Ernst, Propheter, Haitz, Winter - Staffeldt, Mohammad - Rüter, Dowidat, Mickels - Gödde

Schiedsrichter: Kevin Domnick (Duisburg)

Bilanz gegen Düsseldorf II: 8 Spiele/5 Siege, 3 Niederlagen (16:9 Tore)

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