Ahlen/Aachen - Alemannia nach dem Auftaktsieg: „Das war die richtige Mentalität“

Alemannia nach dem Auftaktsieg: „Das war die richtige Mentalität“

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Christian Benbennek und Nils Winter.
Abklatschen zweier Debütanten: Christian Benbennek und Nils Winter. Foto: Jérôme Gras

Ahlen/Aachen. Auf der Rückfahrt im schönen neuen Mannschaftsbus, der jetzt auch wieder stolz den Vereinsnamen und das Wappen auf der Lackierung trägt, schaute sich Christian Benbennek gleich den Spiel-Film an. Die Analyse des 1:0-Auftaktsieges bei Rot Weiss Ahlen ergab nichts anderes als das subjektive Empfinden schon während der 90 Minuten am Freitagabend.

„Wir wissen, dass wir das spielerisch besser machen können“, sagte Alemannia Aachens Chefcoach. „Aber das war in diesem Spiel nicht gefragt.“ Und überhaupt: „Wenn wir auswärts antreten, ist es für jeden Gegner das Spiel des Jahres. Es geht für uns in dieser Saison auswärts nicht darum, Schönheitspreise zu gewinnen.“

Die Sportliche Leitung arbeitete eine Stärke heraus, die letztlich den Erfolg beim Aufsteiger sicherte. „Das war die richtige Mentalität“, lobte Manager Alexander Klitzpera die Kampfkraft. „Das hat man selbst auf der Ersatzbank gemerkt, alle haben mitgefiebert.“ Und das Trio, das im Lauf der zweiten Halbzeit reinkam, war „sofort da“, Benbennek konnte sich auf Taku Ito, Timo Staffeldt und Tim Lünenbach verlassen.

„Lüne hat mir vor seiner Einwechslung so fest entschlossen in die Augen geschaut...“ Spätestens in diesem Moment gab es keine Zweifel mehr, dass der 22-Jährige auf der für ihn ungewohnten Position des Linksverteidigers einen überzeugenden Eindruck machen würde. Und mit einem beherzten Kopfball kurz vor Schluss entschärfte Lünenbach eine Situation, die sonst womöglich noch zum Ahlener Ausgleich geführt hätte.

Auftaktspiele bergen dann doch immer wieder manche Tücke in sich. „Wenn es das fünfte oder sechste Spiel gewesen wäre, wären wir nicht so angespannt aufgetreten“, vermutete Christian Benbennek. „Die ganze Liga schaut drauf. Jedem Spieler gehen viele Fragen durch den Kopf. Können wir das abrufen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben? Das ist völlig normal.“

Die Leistungsdichte im breit besetzten Kader lässt für den feinen Fußballer Maciej Zieba und Sahin Dagistan derzeit keinen Platz im Kader. „Wir schicken keinen weg, und vielleicht sieht es in einer Woche ja wieder anders aus“, sagt Alexander Klitzpera. Jeder könne sich im Training immer wieder aufs Neue empfehlen. An Dagistan soll der KFC Uerdingen baggern, „offiziell gibt es keine Anfrage“ (Klitzpera). Knackpunkt könnte ohnehin das Finanzielle sein – der Stürmer kostete vor einem Jahr 25.000 Euro an Wegberg-Beeck.

Am Samstag schaute sich Benbennek den ersten Heimgegner an, Gladbachs „Zweite“ machte beim 5:1 gegen Erndtebrück mächtig Eindruck. „Sehr beweglich, viel Tempo, starke Mannschaft.“ Der Meister kommt am Samstag zum Vizemeister. „Aber wir haben auch eine starke Mannschaft.“

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